Wadenkrämpfe

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reinerdd
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Wadenkrämpfe

Beitrag von reinerdd » Sonntag 1. Februar 2009, 16:11

Ich bin seit heute neu hier und kann mir denken, dass ich hier vielleicht Hinweise bekommen kann.
Seit ca 35 Jahren besteht bei mir ein Diabetes 2 mit weitgehends guter Blutzuckereinstellung.
Seit ca 2 Jahren werden nachts Wadenkrämpfe immer häufiger bis fast jede Nacht. Dazu habe ich sehr oft starkes Kribbeln im linken Arm auch tags über.
Mein Hausarzt hat mir Restex-Kapseln für die Nacht verordnet; mit geringem Erfolg.
Wer hat ähnliche Probleme und welche Hinweise.
Vielen Dank reiner.

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Nine
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Re: Wadenkrämpfe

Beitrag von Nine » Sonntag 1. Februar 2009, 19:10

Hallo!
Erstmal herzlich Willkommen hier im Forum.
Dein Hausarzt hat wohl angenommen , dass du das RLS-Syndrom hast (Restless-Legs-Syndrom) und hat dir deshalb Restex verschrieben, da es bei deinen Beschwerden nicht hilfst, solltest du ihn bitten ob er abklären kann , ob du an einer diabetesbedingten Polyneuropathie leidest. Als Medikament, könnte zB. Cymbalta (Duloxetin) helfen. Es ist zwar ein Antidepressivum aber es wird auch für die Behandlung bei Schmerzen und Mißempfindungen bei einer diabetischen Polyneuropathie eingesetzt.

Wenn sich dein Hausarzt schwertut mit einer weitergehenden Diagnostik, lass dir eine Überweisung zum Neurologen geben, der schon durch einfache Tests herausfinden kann, ob eine PNP besteht.

Alles Gute NinE
***Sich auseinanderzusetzen ist gut, wenn man sich nachher wieder zusammensetzen kann.***
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Konny

Re: Wadenkrämpfe

Beitrag von Konny » Montag 2. Februar 2009, 08:04

Hallo lieber reinerdd,

auch von mir ein herzliches Willkommen, hier bei uns im Forum!

Ich stimme NinE völlig zu, da ich selbst auch seit 33 Jahren Diabetiker bin und seit ca. 14 Jahren PNP habe. Bitte suche einen Neurologen auf und lasse dringend abklären, ob eine solche bei Dir vorliegt! Manche Hausärzte sind bei unserer Krankheit leider völlig überfordert und können auch die entsprechenden Medikamente nicht verordnen, da dieses ihr Budget überschreitet.

Wir freuen uns mehr von Dir zu hören, bis hoffentlich bald.

Deine

Konny

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Re: Wadenkrämpfe

Beitrag von Uschi » Donnerstag 5. Februar 2009, 09:28

Hallo, mit Interesse habe ich über das Thema Wadenkrämpfe gelesen. Auch ich leide häufig darunter. Habe eine Spritzenkur mit Vitamin B12 hinter mir und es ist viel besser geworden. Außerdem nehme ich jeden Tag Magnesium ein. Ich habe meine Polyneuropathie nicht durch eine Diabetik-Erkrankung, sondern vor jetzt schon fast 5 Jahren eine Hochdosis Chemo bekommen. Die Polyneuropathie äußert sich bei mir durch Schmerzen in den Beinen, außerdem verspüre ich manchmal eisige Kälte, dann wieder ein schmerzhaftes Brennen oder aber mir ist als wenn ich eine Socke die mir zu klein ist hergestellt aus Eisenketten, um meinen Fuß habe. Auch Gefühllosigkeit gehört dazu.
Es leider mit den Jahren nicht besser, sondern schlimmer geworden. Immer wieder hört man, dass man an die Ursache gehen soll um die Schmerzen zu verringern. Also, z, Bsp.die Diabetis abbauen soll. Ist bei mir ja alles nicht möglich. Habe ich nie eine Chance davon los zu kommen?
Lyrica, Gebapentin usw. lehne ich ab, da mein Magen dann verrückt spielt. Außerdem ist man dann immer im Dunst. Gibt es jemand hier im Forum, der auch bedingt durch eine Chemo Polyneuropathie hat?
Bin im übrigen neu hier, habe das Forum durch die Fernsehsendung entdeckt und freue mich sehr, dass es so etwas gibt.
Lieben Gruß Uschi :D

Konny

Re: Wadenkrämpfe

Beitrag von Konny » Donnerstag 5. Februar 2009, 19:37

Hallo liebe Uschi,

ich habe zwar eine diabetisch bedingte PNP, habe allerdings auch jahrelang Lyrica und Gabapentin oder ähnliches abgelehnt. Jetzt nehme ich Lyrica seit ca. 1 1/2 Jahren und muss zugeben, dass es mir nach anfänglichen Schwierigkeiten jetzt viel, viel besser geht. Zwar habe ich immer noch burning-feed-Anfälle und die sind wirklich schlimm, aber der Dauerschmerz ist im Griff. Auch sonstige Nebenwirkungen, habe ich mittlerweile im Griff. Vielleicht solltest Du noch einmal über die "helfenden Medikamente" nachdenken, aber auch sonstige Behandlungsmöglichkeiten, wie Massagen, Krankengymnastik, Hochtontherapie und Entspannungsübungen sind eine Möglichkeit.

Liebe Grüße

Deine

Konny

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Uschi
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Re: Wadenkrämpfe

Beitrag von Uschi » Donnerstag 5. Februar 2009, 22:32

Hallo Konny,
danke Dir für Deine Antwort. Ist es eigentlich richtig, dass es sich bei Lyrica usw. lediglich um eine Schmerztherapie handelt? Vielleicht werde ich irgendwann doch dazu greifen müssen. Aber mein Magen . . .
Habe im übrigen mit Wassergymnastik sehr gute Erfahrung gemacht.
Liebe Grüße Uschi

Konny

Re: Wadenkrämpfe

Beitrag von Konny » Freitag 6. Februar 2009, 08:03

Liebe Uschi,

Du hast schon Recht, unsere Medikamente sind wirklich nur dazu da, um uns die Schmerzen zu nehmen - leider ist die PNP bis Heute noch nicht heilbar. Das ist ja das Dilemma an unserer Krankheit. Aber das Problem mit Deinem Magen ist mit Sicherheit auch in den Griff zu bekommen. Glaube mir, ich habe mich 11 Jahre gegen die Einnahme von Medikamenten gewehrt! Meine Wohnung ist voll von Hilfmitteln, die ich ausprobiert habe und es war mir auch egal, wie teuer es wurde - von Massagematte über Chi-Gerät bis hin zur Hochtontherapie und Drainage-Stiefeln habe ich alles versucht! Doch dann kam der Tag, an dem die Schmerzen so stark und unterträglich wurden, dass ich sogar versucht habe mit dem Kopf gegen die Wand zu schlagen, nur damit der Schmerz in den Beinen und Armen nicht mehr zu spüren ist. Das war dann der Zeitpunkt, an dem auch ich begriffen habe, dass in der heutigen Zeit eine solche Qual nicht mehr nötig ist. Seit dem Tag nehme ich Medikamente: Lyrica, Amitriptilin retard und Tramal retard und ich bin weitestgehend schmerzfrei. Aber meine Geräte und Entspannungsübungen nutze ich natürlich auch weiterhin. Alles in allem, gemeinsam, hilft mir. Ich hoffe sehr, dass auch Du noch eine Lösung für Dich finden wirst!

Ganz liebe Grüße

Deine

Konny

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Re: Wadenkrämpfe

Beitrag von Nine » Sonntag 8. Februar 2009, 13:51

Hallo!
Liebe Uschi!
Zwar kommt es während der Einstellungsphase zu Nebenwirkungen.
Aber Mittel wie Lyrika oder Schmerzmedikamente wie Tramal long bzw. Morphin haben im Vergleich zu den herkömmlichen Schmerzmitteln wie Aspirin, Paracetamol, Diclofenac, geringe Auswirkungen auf Magen und Darm. Es sind in der Regel Langzeitmedikamente die auf Dauer verordnet werden. Auch die Antidepressiva wie Duloxetin, Amitryptilin machen nur in der Einstellungsphase also in den ersten Wochen, bzw. Monate Auswirkungen auf die Müdigkeit und Konzentrationsfähigheit. Meistens wird die Konzentrationsfähigkeit auch wieder verbessert, da die Schmerzen gelindert werden. Gerade einen Versuch mit Duloxetin ist auch bei nicht diabetischer PNP empfehlenswert.
Durch Chemotherapie induzierte PNP also eine toxische PNP kann heilbar sein, wenn die Noxen (Gifte, also die Chemotherapie) nicht mehr vorhanden sind.
:arrow: Ein Link zum ThemaPNP bei Chemotherapie
hier noch ein anderer Link Schmerzursache Chemotherapie
:arrow:
Bewegungstherapie bei Polyneuropathien nach Chemotherapie

Auf jedenfall ist leider Geduld angesagt. Du findest sicherlich einige im Forum die eine durch Chemotherapie verursachte PNP haben. Einfach auf die Suchfunktion der rechten oberen Ecke gehen .

Alles Gute NinE
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Re: Wadenkrämpfe

Beitrag von Honey007 » Dienstag 10. Februar 2009, 12:29

Hallo Uschi,

herzlich willkommen im Forum.

Wenn du die Medikamente wg des Magenproblems ablehnst, dann solltest du zusätzlich einen Magenschutz einnehmen und so die Magenschleimhaut schützen.
Ich hab auch immer große Probleme mit dem Magen, da ich sehr viele Medikamente einnehmen muss, doch mit einem Säureblocker gehts besser.

Probiers doch einfach mal aus!

LG,

Honey
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Eure Honey

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