Umzug

Hier kann man sich über alles austauschen was frau + mann bewegt. Das Thema Polyneuropathie braucht nicht im Mittelpunkt zu stehen

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Hochlandsmiti
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Umzug

Beitrag von Hochlandsmiti » Mittwoch 8. August 2012, 17:13

Hallo, liebe Lieben und liebenden :wink:
gern möchte ich hier meine Geschichte über meinen Umzug (Einzug in meiem Gefilde war im August 2011).

Im Januar 2011 beantragte ich ein Umzug in eine behindertengerechtere Wohnung.
Grund waren meine gesundheitlichen Beeinträchtigungen, vor allem meine Gehschwierigkeiten
und den engen Verhältnissen mit Stolperstellen in einer Ostdeutschen "Neubauwohnung".

Mit 2 Gehstöcken bin ich nicht gerade aus ins Bad gekommen, so eng war es,
am Herd konnte ich auch nichts machen, kein Essen für mein Kind kochen, da es zu eng für mich war (ich wiege 85 kg)
Da ich mich nicht verdrehen kann, müsste ich mich eigentlich vor die Backröhre stellen(beim Auflauf,Kuchenbacken).
Auch das war nicht möglich.
Einen Rollstuhl hätte kein Platz in unseremGemeinschaftsflur gehabt, ein Lift bis in meine Wohnung ebenfals nicht.

Da ich aber von meinem Orthopäden gesagt bekommen und schriftlich habe, dass ich bald auf einen Rollstuhl angewiesen sein werde, begab ich mich auf die Suche.

Dann musste ich ja 3 Wohnungen abgeben, in die ich hätte ziehen können. Ich war in der Gebäudewirtshaft und der Wohnungsgenossenschaft, beide hatten nur gleichwertige Wohnungen mit gleichen Schnitt meiner Wohnung,
dann nicht im 1. sondern im 3. Stock oder wesentlich größere Wohnungen. keine behindertengerechte Wohnung war frei.

Nur in einem anderen Ort, in Staßfurt,wurde ich fündig.
Dieser Ort ist zwar 20 km entfernt, es ist aber das gleiche Jobcenter (Salzlandkreis) zuständig.
Ich gab auch dieses Wohnungsangebot ab und meine zuständige Bearbeiterin faforisierte die Wohnung in Staßfurt.,
nicht nur wegen der behintertengerechteren Wohnung, die nach meinen Wünschen ausgestattet werden könnte,
sondern auch wegen dem für behindertengerechteren Wohnraum geringen Miete.
Auch eine Kaution hätte ich nicht bezahlen müssen.

Aber ich sollte mich innerhalb eines viertel Jahres glaub ich entscheiden.
Zig briefe, mehrere "Sitzungen beim Arbeitsamt, nichts wurde bewilligt oder abgelehnt und die Frist des Vermieters lief ab.
keine behindertengegechte Wohnung bei uns weit und breit, da schlug ich zu.
Vorher beantragte ich natürlich Umzugskosten und Mehrkosten für die Miete, da ja einem behinderten Menschen mit einem Gdb von mindestens 30 % eine Wohnung von plus 15 qm zustehen würden.
Da ich keinen Bescheid für oder gegen die Übernahme der Umzugskosten erhiet,
beantragte ich auf Raten des Jobcenters ein Darlehn.
Auch da wurde der Eingang bestätigt, aber nichts passierte!!!

Noch kein Bescheid von dem Jobcenter, Bearbeiterin war auch öfters krank, da beschloss ich mich zum Umzug.

Nun ist dies schon 1 JAHR her,
nichts wurde vom Jobcenter getan!!!!!
Ich musste aus gesundheitlichen Gründen umziehen!!!
Jetzt werde ich meinen Rechtsanwalt einschalten und wenn nötig, eine Untätigkeitsklage einreichen.

Was mein Ihr dazu, soll ich mich wehren und wenn ja, habt Ihr Ideen oder Vorschläge, wie andere dies besser machen könnten?(vielleicht auch ich)

Seid lieb gegrüßt
Liane





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müdeohneende
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Re: Umzug

Beitrag von müdeohneende » Freitag 10. August 2012, 10:04

Du solltest Dich auf alle Fälle wehren, dazu hast Du 2 Möglichkeiten

1) Anwalt - kostet Dich einen Haufen Geld - Streitwert beachten, daraus errechnen sich die Gebühren, die er verlangt

2) Zeitung einschalten, konkret Bild-kaempft-fuer-sie, kannste anklicken, kost Dich nix, aber Dein Fall wird publik
gemacht, denn eine Zeitung wirbt mit ihren Erfolgen

und genau davor schrecken etliche zurück, die ebenfalls berechtigte Anliegen hätten, sie trauen sich einfach nicht

Du mußt entscheiden, was für Dich wichtig ist :tschuess:
ich verspreche hier nix, aber das halte ich auch ein

Hochlandsmiti
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Re: Umzug

Beitrag von Hochlandsmiti » Freitag 10. August 2012, 19:40

Ja, lieben Dank, hab einen Anwalt an der Hand,
der sich sehr gut mit PNP Erkrankungen und deren Folgen auskennt und ist "not amused", wie das da läuft :(
na ja, werde mal hier schreiben, wie das denn so weitergeht.
Sei lieb gegrüßt,
Liane




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joseff
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Re: Umzug

Beitrag von joseff » Samstag 11. August 2012, 10:37

Hallo Liane,

du hast alles getan worauf das JC gewartet hat.
Du bist ohne schriftlichen Bescheid/Genemigung Umgezogen. Schalt einen Anwahlt ein der sich mit Sozialrecht auskennt.
Aber mach dir nicht soviel Hoffnung das da noch etwas kommt.
Einzige möglichkeit seh ich beim Sozialgericht mit einer untätigkeits Klage.

Du kannst auch hier:

http://www.elo-forum.org

um Hilfe fragen.

http://www.elo-forum.org/kosten-unterku ... oesse.html
LG Joerg

“Man reist nicht nur um
anzukommen, sondern vor allem,
um unterwegs zu sein.”
Johann Wolfgang von Goethe

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Re: Umzug

Beitrag von ulanmatu » Freitag 17. August 2012, 13:41

Den Tipp mit den der Öffentlichkeit bzw. den Zeitungen finde ich auch gut. Eine weitere Option wäre es bei den verschiedenen Ämtern (Gesundheitsamt etc. guck mal hier) einen Zuschlag anzufragen. Da hat ein Kollege letztes Jahr, der in einer ähnlichen Situation ganz gute Erfahrungen gemacht.

müdeohneende
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Re: Umzug

Beitrag von müdeohneende » Sonntag 2. September 2012, 08:58

das ist nicht unbedingt richtig,
im TV geht´s um AHA-Effekte, dem gelangweilten Publikum muß was geboten werden,
damit die Einschaltquote stimmt
diesen Eindruck hatte ich bei BILD-kaempft bisher nicht, dort wird m.E. echte Hilfe für Betroffene vermittelt

evtle Anwaltskosten können hingegen beträchtlich sein, allein aus einem Streitwert von 5ooo € ergeben sich
Gebühren von knapp 67o €, geht die Sache vor Gericht dann kommen noch etliche Scheine dazu.... :shock:
und der gegnerische Anwalt stellt seine Kosten zusätzlich dem Verlierer in Rechnung :( :(
Recht haben und Recht bekommen sind immer noch 2 Paar Stiefel :idea:
ich verspreche hier nix, aber das halte ich auch ein

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Jutta101066
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Re: Umzug

Beitrag von Jutta101066 » Freitag 28. Juni 2013, 14:48

Hochlandsmiti hat geschrieben: am Herd konnte ich auch nichts machen, kein Essen für mein Kind kochen, da es zu eng für mich war (ich wiege 85 kg)
Das ist ja alles ziemlich hart. Um die Kinder muss man sich natürlich kümmern können. Es gibt doch viele Möglichkeiten was man als Alternative machen kann. Du kannst ja eine Milchpumpe nehmen, welche ich z.B. dort entdeckt habe. Wenn es zeitlich nicht passt, zu eng ist oder sonstige Probleme vorhanden sind, dann würde ich einfach mal bei der Mutter oder einer Freundin die Milchpumpe nehmen und entsprechend vorsorgen.

r2000
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Re: Umzug

Beitrag von r2000 » Sonntag 25. Januar 2015, 11:10

Mein Neffe musste die Tortur auch über sich ergehen lassen. Ämter sind einfach total überfordert egal in welcher Stadt. Er musste sich bis zu seiner Genehmigung über 7 Monate hier und dort einquartieren. Leider konnte er bei mir nicht wohnen, da ich jüngst erst in eine 1Zimmerwohnung umgezogen bin. Nun hatte er aus einem Altbau im 4. Geschoss seine Möbel erst mal weg transportieren lassen in ein Lager weil es sich die Miete auch nicht mehr leisten konnte. Das war auf Dauer recht teuer und hat sich dann hier einen Container http://www.lotus-containers.com/de/cont ... rcontainer angemietet den er bei einem Bekannten auf dem Hof parken konnte. Das war auch dringend nötig und glücklicher Weise kennt man sich wenn man in der Logistik arbeitet. Um einen Anwalt ist auch er nicht herum gekommen.

Kenny22
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Re: Umzug

Beitrag von Kenny22 » Donnerstag 23. Juli 2015, 12:14

Ich denke hier an einen Anwalt ...nur er kann letzten Endes wirklich helfen....kein anderer

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