Mit Polyneuropathie nach Portugal auswandern

30% PNPler sind an Diabetes erkrankt.
Darum ist es jetzt an der Zeit ein Forum für die Diabetiker einzurichten, wo sie Tipps über die Erkrankung und Gleichgesinnte treffen.

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Petra21
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Deine Diagnose: Polyneuropathie

Mit Polyneuropathie nach Portugal auswandern

Beitrag von Petra21 » Samstag 3. Februar 2018, 05:34

Zuerst einmal lichen Dank für die Aufnahme in diesem Forum.
Ich bin sehr froh, es gefunden zu haben.
Ich weiß nicht ob das jemand kennt, aber ich habe mich sehr alleine gefühlt.

Durch Zufall wurde bei einer Operation der Augen eine Diabetes und ein Bluthochdruck festgestellt.
Hinzu kam ein Symptom, welches ich mir erst seit heute erklären kann. Poly Neuropathie.

Seit Wochen habe ich das Gefühl, meine Beine sind in einem Kühlschrank gelagert.

Im Grunde gehöre ich zu den Menschen, die, wenn Sie einen Feind erkennen, gut damit umgehen können.
Womöglich, weil ich bereits als chronisch kranker Mensch auf die Welt gekommen bin und gelernt habe damit umzugehen.
Und vor 25 Jahren, also sehr jung, einen Tumor im Steißbein hatte.

Bis vor 4 Wochen war mein Leben extrem massivem Stress, bis zum Zusammenbruch, unterworfen.
Da ich im Bereich Entwicklungshilfe aktiv war.

Seit ich weiß, das auch mich diese Symptome im Griff haben, habe ich von einer Minute auf die andere eine komplette Ernährung umgestellt und treibe, wenn auch in Maßen und Situation angepasst, täglich Sport.

Bisher nehme ich keine Medikamente, obwohl mir mein Neurologe heute zu einer geringen Dosis an Medikation im Bereich Diabetes geraten hat.

Ich hoffe, meine Situation durch weitere Ernährungsumstellung und sportliche Betätigung zumindest stabil halten zu können und eigentlich wieder etwas Wärme in den Beinen zu spüren.

Eventuell ändert sich das auch ab Herbst, wenn ich nach Portugal gehe.
Denn ich kann hier im überteuerten Bayern nicht mehr leben.
Es gibt keinen Wohnraum und wenn:
dann total überteuert, komplett herunter gekommen oder wie nun, so weit auf dem Land, dass bald weder Freunde noch Kontakte bestehen.
Und wenn man keine Familie hat, entsteht Vereinsamung.

Ich habe Freunde in Portugal, die , auch menschliche Wärme und eine ganz andere Form von Ernährung, sowie ein anderer Umgang der Menschen dort miteinander, werden schon mal der Psyche gut tun.


Denn ich komme mir schon sehr isoliertin in der ganzen Situation vor.

Zwar glaube ich auch nicht, das zerstörte Arterien sich komplett regenerieren, aber ich hoffe so, den Zustand stabil halten zu können.

Es ist immer besser, einem Feind in die Augen zu schauen, als Unklarheiten.
Und ich weiß, wir können mit mehr leben und Stärke beweisen, als wir glauben.
Es werden bestimmt einige Fragen auftauchen und ich würde mir sehr wünschen, hier einige wertvolle Informationen zu gewinnen.

Herzlichen Dank für das Lesen doch zahlreichen Zeilen.

Petra

strauss
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Deine Diagnose: PNP unklarer Genese, Verdacht auf CIDP

Re: Mit Polyneuropathie nach Portugal auswandern

Beitrag von strauss » Samstag 3. Februar 2018, 09:45

Hallo Petra,

da war und ist ja einiges akut in deinem Leben incl. Gesundheitssituation.

Beim Lesen deiner Zeilen möchte ich aber fragen, hast du wirklich eine stimmige Diagnose bzgl. Polyneuropathie? Vielleicht magst du mal näher mitteilen, wer/was dazu gesagt hat pp.?

Die kalten Beine allein sind m.E. zwar bei PNP mit möglich, deuten dennoch nach deiner Kurzbeschreibung eher auf diabetische Begleiterscheinung hin (art. Schäden, Minderdurchblutung). Bei PNP hättest du primär eher von Parästesien, also bei den Extremitäten von aufsteigenden Gefühlsstörungen von den Zehen her, schmerzhaftem Kribbeln der Füße/Fußsohlen, bis hin zu Gangunsicherheiten/motorischen Ausfällen berichtet, Nervenschmerzen!?

Bzgl. Potugal kenne ich aus meinem Freundeskreis jemanden, der nach langen Jahren dort jetzt zurück nach D kommt. Hat allerdings dort kaum mehr Einkommen, lebte auf niedrigem Level zwar in eigenem Häuschen, aber es haut nicht mehr. Frühere Freunde ziemlich dünn, keine Hilfe. Prüfe, ob deine Erwartungen für P nicht evtl. etwas zu hoch sind?

Gruß!

Biggi
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Registriert: Freitag 5. Dezember 2008, 16:55

Re: Mit Polyneuropathie nach Portugal auswandern

Beitrag von Biggi » Montag 5. Februar 2018, 08:32

Hallo Petra,

bei Dir dürfte es sich um eine diabetische Polyneuropathie handeln, die mit der Ernährung gut in den Griff zu bekommen ist, w e n n man sich low-carb, also möglichst wenig Kohlehydrate, ernährt, dafür mehr Eiweiß und gesunde Fette. Sport ist sehr gut, denn er hilft mit, die Zuckerwerte zu senken. Streß muß abgebaut werden, denn Streß erhöht wiederum die Zuckerwerte.
Aber Du mußt seit längerer Zeit schon erhöhte Zuckerwerte haben, denn sonst wäre die Neuropathie noch nicht da.
Da sind auch nicht die Arterien zerstört, sondern die Nerven sind geschädigt. Neuropathie ist eine Nervenkrankheit, die sich allerdings auch auf die Augen und die Nieren auswirken kann.
Bisher nehme ich keine Medikamente, obwohl mir mein Neurologe heute zu einer geringen Dosis an Medikation im Bereich Diabetes geraten hat.
Mit einer diab. Neuropathie gehört man in die Hände eines Diabetologen. Wie sind denn Deine Nüchternwerte und die Werte, gemessen 2 h nach dem Essen ? Wie ist der Langzeitwert?
Vitamin-B12 dürfte ja wohl der Neurologe bei Dir untersucht haben.
wieder etwas Wärme in den Beinen zu spüren.
Es hat nichts mit der Wärme in Portugal oder sonst wo zu tun, sondern das, was Du spürst, gehört zum Beschwerdebild einer diab Neuropathie, es sind noch eher die Anfangsbeschwerden, denn es dürfte sich verschlimmern, wenn Du Deine Zuckerwerte nicht stabil halten kannst. Ich habe in diesem Diabetesforum schon viel darüber geschrieben, vielleicht liest Du einmal nach.
Und zu Portugal oder auch Spanien, man hat dort nicht alle Medikamente wie es sie in Deutschland gibt. Wobei noch nicht klar ist, ob Du überhaupt Diabetesmedikamente brauchst, wenn Du die o.g. Ernährung konsequent durchführst. Unbedingt brauchst Du ein Zuckermeßgerät, um die Zuckerwerte zu verfolgen.

LG
Biggi

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