Frage zu einen schwierigen Patienten

30% PNPler sind an Diabetes erkrankt.
Darum ist es jetzt an der Zeit ein Forum für die Diabetiker einzurichten, wo sie Tipps über die Erkrankung und Gleichgesinnte treffen.

Ich wünsche viel SPASS

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Neferi
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Frage zu einen schwierigen Patienten

Beitrag von Neferi » Montag 27. Juni 2011, 13:02

Hallo liebe Forumsmitglieder,
heute schreibe ich im Auftrag meiner Mutter (74) über meinen Vater (77).
Mein Vater war immer ein sehr robuster Mensch. Dann wurde bei ihm im Jahr 2000 oder 2001 Diabetes Typ 2 diagnostiziert (er hatte die Krankheit wohl schon länger, bis sie sich bemerkbar machte). Seitdem spritzt er Insulin. Dazu kommt Schlafapnoe, dafür hat er eine Schlafmaske. Er nimmt zusätzlich Markumar, und inhaliert wegen COPD. Rauchen tut er trotzdem.
Weiter leidet er unter einer Depression, dagegen will er aber nichts nehmen, weil der Beipackzettel zum Antidepressivum sagt, daß er dann auf seinen Schoppen verzichten muß.
Ist vielleicht eine latente Alkoholsucht. Deswegen "schwieriger Patient".
Jetzt zum eigentlichen. Kurz nach der Diabetesdiagnose fingen bei ihm die Mißempfindungen in den Beinen an. Inzwischen hat er eine starke Gangunsicherheit, er sagt, er spürt seine Füße gar nicht mehr. Er geht jedoch (auf Initiative meiner Mutter) zur medizinischen Fußpflege. Mutter muß ihn überall hinfahren, wegen grauen Stars kann er das nicht mehr.
Die PNP hat auch seine Blase in Mitleidenschaft gezogen, er verliert öfter Urin. Er haßt die "Windeln", ohne geht es jedoch nicht mehr.
Wenn er manchmal außer Haus geht, dann nimmt er seinen Rollator, wackelt in seine Kneipe und läßt sich später abholen.

Meine Mutter interessiert, ob es selbst bei länger bestehender, chronischer PNP Behandlungsmöglichkeiten gibt, gern auch alternative, ohne zusätzliche Pillen, s.o.

Ich danke Euch im voraus für Antworten.

Liebe Grüße,
Neferi

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Nine
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Deine Diagnose: Syringomyelie, axonale PNP unklarer Genese, HWS +BWS-Syndrom
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Re: Frage zu einen schwierigen Patienten

Beitrag von Nine » Dienstag 28. Juni 2011, 18:33

Hallo Neferi!
Erstmal herzlich willkommen im Forum. Verständlich dass man seinen Eltern gerne helfen will, und möchte dass sie sich unnötig mit Schmerzen belasten.
Dein Vater ist alleine für sich verantwortlich, er muss bereit sein etwas zu ändern. Der Leidensdruck deines Vaters ist zur Zeit noch nicht gross genug, so daß er selbst noch keinen Handlungsbedarf sieht, etwas zu ändern. Er müßte ja auf seine "Lieblingsbeschäftigungen" verzichten. Ein Rollator ist natürlich gut bei einer Gangunsicherheit, aber er macht auch bequem..., und dein Vater verlernt das richtige Gehen, da er sich immer mit Rollator fortbewegt. Wichtig ist für ihn dass er versucht aktiv zu bleiben, täglich spazieren zu gehen, nicht nur zur nächsten Kneipe ...Eigentlich kann ich dir nur die üblichen Floskeln sagen die dir jeder Arzt sagen würde, ..... immer aktiv bleiben, möglichst versuchen sich gesund zu ernähren. Denn gerade die Genussgifte können die Beschwerden der PNP verstärken.

Es ist natürlich schwer etwas zu ändern, aber ihr müsst immer daran denken, dein Vater ist derjenige , der was ändern muss ....

Ganz liebe Grüße NinE






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***Sich auseinanderzusetzen ist gut, wenn man sich nachher wieder zusammensetzen kann.***
© Ernst Reinhardt (*1932), Dr. phil., Schweizer Publizist und Aphoristiker *** :140: mail@polyneuropathie-forum.de

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