Neurologen gewechselt.

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Pollli
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Neurologen gewechselt.

Beitrag von Pollli » Montag 16. April 2012, 22:33

Ich eröffne mal einen neuen Thread, hänge aber mal den Link von meinem Eröffnungsthread zum Nachlesen mit dran.
http://www.polyneuropathie-forum.de/vie ... =55&t=6192
Also ich war vor ein paar Tagen endlich wieder mal bei meinem Neurologen. Fazit: Zeitverschwendung !
Ich habe in den letzten 3 Monaten überhaupt keinen Alkohol getrunken (Ich bin kein Alkoholiker, aber die Frage hierzu wollte ich zweifelsfrei beantworten können).
Zwischenzeitlich war ich mal beim Hausarzt, da ich irgendwann ziemlich taube Zehen am rechten Fuß hatte und noch immer habe.
Der hat dann ein ziemlich umfangreiches Blutbild gemacht, 3-mal am Tag Blut abgenommen um den Verlauf mit zu bewerten.
Demnach bin ich absolut gesund. Sehr schön, leider hätte ich immer noch gerne eine Erklärung, damit man vielleicht die PNP behandeln kann. Der HA verwies dann nochmal auf den Neurologentermin.
So weiter zum Neuro:
Der fragte mich wie es mir geht, ich antwortete ehrlich mit „schlecht“. Ich berichtete Ihm von meinem Hausarztbesuch. Darauf bestätigte er mir noch mal seine Diagnose zu einer leichten PNP.
Mein Vorschlag war darauf, dass wir sicherlich versuchen wollen herauszufinden wo die denn herkommt. Ihm fiel hierzu nur ein, das ich doch noch eine Weile länger auf Alkohol verzichten sollte, noch ein bisschen länger Vitamin B Komplex nehmen müsste, es würde dann wahrscheinlich besser werden. Ich erläuterte noch mal kurz (!! ) meine Symptome, ich hatte mir hierzu Notizen gemacht und Ihm vorgelegt, worauf er nicht sehr genau einging. Nur auf den Stichpunkt Borreliose (Verdacht/Gedanke meiner Frau) ging er stärker ein, schloss es aber ganz sicher aus. Das würde sich ganz anders darstellen, mit Lähmungen im Gesicht (habe ich ihm schon mal in der Vergangenheit gesagt, dass ich die in leichter Form hatte). Die müssten seiner Meinung nach viel stärker sein, außerdem gäbe das ein viel bunteres Bild an Symptomen, hierzu zeigte ich Ihm nochmal den Zettel mit den vielen Symptomen und fragte: „Ist da Bild nicht bunt genug?“.
Ich jedenfalls habe reichliche Informationen zusammengetragen die zeigen, dass man z.B. eine Neuroborreliose nicht ausschließen sollte, da sich das Ganze in Form einer PNP oder ähnlich darstellen könnte. Typische Tests haben hierzu jedenfalls fast nicht stattgefunden.
Ich weiß natürlich auch, dass es viele andere Möglichkeiten gibt. Es ging eben nur darum eine Lösung zu finden und naheliegende Möglichkeiten ggf. auszuschließen. Ich will nicht den Job des Neurologen machen, aber der Neuro macht ja keinen Job.
Sein Vorschlag: Ich könnte auch in eine Klinik gehen. Er nannten mir ein paar, auch eine Uniklink. Das fand ich dann ausnahmsweise erst mal sehr gut und stimmte dann auch sofort zu. Aber dann verschlug es mir fast den Atem, als er sagte: Ich müsste mich jedoch selber um einen Platz kümmern und mich direkt an eine Klink wenden. Das habe ich bisher überall anders gehört. Wenn ich auf die Seiten der Kliniken gehe, steht dort überall, dass ich eine Einweisung eine Neurologen benötige.
(Ganz zu Anfang des Gespräches fragte ich ihn schon mal nach dem Wortlaut des Radiologe. Er fing an es vorzulesen und sagte beiläufig noch, das er mir den Bericht nachher ausdrucken könne)
Jedenfalls wollte er mir zum Schluss als er wusste, dass ich den Arzt wechseln werde, auch nicht mehr den Befund ausdrucken, ebenso wenig die Ergebnisse des Radiologen. Diese Sachen würde er nie herausgeben.
Was für ein Widerspruch.
Diese Unterlagen müssten sich die Kliniken dann bei Ihm anfordern.
Ich habe mittlerweile einen Termin bei einem anderen Neurologen, der (die Dame am Telefon) äußerte hierzu seine Verwunderung. Dieser sagte dann, dass ich den Arzt bitten solle die Berichte Ihm zu zuschicken, dass wäre eigentlich mein Recht.
Meine Symptome deutete er (mein alter Neuro) noch als hypochondrische Nebensymptome ein und schlug mir Psychopharmaka vor. Er wäre sich ziemlich sicher, dass es mir dann bald besser gehen würde. (na klar, bestimmt auf Wolke Nr.7 mit rosa Teddybären)
Ich bin kein Hypochonder (oh Gott, dass sagen wahrscheinlich alle Hypochonder), aber eine leichte psychische Beteiligung schließe ich mittlerweile nicht ganz aus, da mich das ganze manchmal etwas runterzieht. Ich denke aber das ist irgendwie auch normal.
Was sagt Ihr hierzu??
Schönen Abend und viele Grüße an alle
Pollli

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