Ratschläge zu PNP

Hier tauschen Betroffene Erfahrungen und Wissen zu allen Formen der Polyneuropathie und zum neuropathischen Schmerz aus.

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Zielwasser
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Ratschläge zu PNP

Beitrag von Zielwasser » Dienstag 25. Dezember 2012, 14:02

Bin 65 Jahre und neu in diesem Forum. Vor einigen Jahren wurde bei mir durch einen Neurologin eine PNP festgestellt,
wobei sie nicht mit Sicherheit sagen konnte, was die Ursache ist.

Aus meiner Laiensicht kommt sie eher von meinem Diabetes Typ II, obwohl ich seitdem den Langzeitzucker im Blut immer wieder über meinem Hausarzt messen lies. Es kam dabei schon mal vor, dass dieser bei 7,1 lag, jedoch meist zwischen
6,5 – 6,7 und seit einem Jahr zwischen 6,3 – 6.6 und das ohne Medikamenteneinnahme und ohne Insulinspritze, was Diabetes anbelangt. Ernährungsmäßig halte ich mich –auch mit Unterstützung meiner Frau- ganz gut und geh dreimal die Woche
zum Spinning u.a in ein Fitneßstudio. Deshalb frag nicht nur ich mich, woher das mehr oder weniger starke Kribbeln meiner Beine, Hände, dem Bauchbereich und das teilw. Zittern meines rechten Auges kommt. Seit einigen Monaten kann ich nur
noch ca 3-4 Stunden schlafen, dann bin ich eigentlich noch Müde bevor der Tag richtig beginnt. Hab es mal mit Alpha-Lipon-STADA (600 mg) Tabletten probiert, bei denen nur kurz mein Kribbeln leichter war und dann noch Milgamma protekt
(Wirkstoff Benfotiamin 300 mg) bei dem ich keine Besserung bemerkte. Sollte ich mal Vitamin B12 versuchen und in
welcher Dosierung? Und wie sieht es mit dem Knoblauchschnaps aus, von dem es heißt, dass dieser die Venen reinigt?
Was haltet Ihr außerdem von einer Akupunktur und sollte ich mich mal radiologisch wegen einer evtl Ursache durch mein
LWS, HWS und BWS untersuchen lassen? Wieviel Vitamin B12 sollte man als Diabetiker mindestens haben, denk einiges
mehr als ein Nichtdiabetiker?

Für Eure Beantwortung schon im voraus vielen Dank und wünsche Euch einen guten Rutsch
ins Neue Jahr, vor allem natürlich Gesundheit :allesgute:

Roswitha
Beiträge: 3
Registriert: Freitag 28. Dezember 2012, 16:17

Re: Ratschläge zu PNP

Beitrag von Roswitha » Samstag 29. Dezember 2012, 17:15

Hallo Zielwasser, beantworte für Dich mal folgende Fragen:

Wie kann ich feststellen ob ich übersäuert bin?

- Hast Du häufiger Schmerzen in den Gelenken oder im Wirbelsäulenbereich?
- Nimmst Du leicht an Gewicht zu?
- Fühlst Du dich oft unkonzentriert und übermüdet?
- Kannst Du nur schwer einschlafen,
- Schläfst Du schlecht oder fühlst dich morgens müde und schlapp?
- Leidest Du an Stimmungsschwankungen oder neigst Du zu depressiven Verstimmungen?
- Hast Du Probleme mit der Verdauung?
- Ist Deine Haut fahl, schlaff, faltig, hat eine ungesunde Farbe?
- Leidest Du an einer chronischen Krankheit?
- Fehlt Deinem Haar Glanz und Schwung, sind Deine Nägel matt, rissig oder spröde?
- Schwitzen Du übermäßig oder ist/riecht Deine Körperausdünstung unangenehm?
- Fühlst Du dich nicht mehr gesund und vital?

Falls Du mehr als eine Frage positiv beantwortest, dann bist Du übersäuert und hast erste Anhaltspunkte zum Suchen.

Weiterhin Vitamin D Staus kontrollieren lassen, Coenzym Q 10 lipidkorrigiert....

Zielwasser
Beiträge: 6
Registriert: Sonntag 23. Dezember 2012, 18:59

Re: Ratschläge zu PNP

Beitrag von Zielwasser » Samstag 13. April 2013, 12:41

Sorry, wenn ich Dir erst jetzt antwortete. Auf jeden Fall vielen herzlichen Dank für Deinen Hinweis!

Ja, es sind weit mehr als eine Frage positiv und mein derzeitiger Arzt für Naturheilkunde hat mir ein paar pH-Wert-Streifen
für die Feststellung meiner Urinwerte (nüchtern und nach Tabletteneinnahme usw) mitgegeben und bekam am vergangenen Donnerstag die erste Akupunktur-Behandlung. Außerdem will ich zu einer stationären Klinikaufnahme für 3 Wochen
in die TCM-Klinik nach Bad Kötzting. Wie ist Deine Ansicht dazu, falls Dir diese bekannt ist?

Für Deine Rückantwort im voraus vielen herzlichen Dank.

StefanL
Beiträge: 151
Registriert: Mittwoch 5. September 2012, 21:15
Deine Diagnose: Demyelisierende PNP unklarer Ursache,
Wohnort: Rheinland-Pfalz

Re: Ratschläge zu PNP

Beitrag von StefanL » Samstag 13. April 2013, 22:30

Hallo Zielwasser,
Ich bin erst jetzt auf deinen Beitrag gestoßen.
Zu deinen Fragen kann ich dir keinen Rat geben, weil ich mit Heilpraktiker, TCM usw keine Erfahrungen habe. Wenn ich mir deinen Langzeit-Zucker-Wert ansehe, vermute ich sehr, daß du eine diabetisch verursachte PNP hast. Mein langzeit-zuckerwert liegt bei 5,9, also deutlich unter deinem. Auch ich habe eine leichtere Form von PNP unklarer Ursache und bin froh, wenn sie nicht weiter fortschreitet. Auch ich nehme Alpha-Liponsäure 600 mg und weiß nicht, ob es hilft- aber es ist wenigsten nicht weiter fortgeschritten.
Ich würde nochmal zum Neurologen gehen. Es kann zwar sein, daß er dir im Moment nicht direkt helfen kann, aber ich denke, er kann dich fachärztlich bei dieser Krankheit begleiten und dir vielleicht weiterführende Therapien aufzeigen.
Wenn du TCM, Akupunktur usw. mal ausprobieren willst, ist das dir überlassen. Vielleicht hilft es sogar bei dir, aber ich würde nicht allzuviel Hoffnung darauf setzen. Auch die sogenannte Schulmedizin ist im Bereich der Therapie derzeit noch etwas ratlos.
Freundliche Grüße und gute Besserung wünscht dir
StefanL

Biggi
Beiträge: 397
Registriert: Freitag 5. Dezember 2008, 16:55

Re: Ratschläge zu PNP

Beitrag von Biggi » Sonntag 14. April 2013, 09:59

Hallo Zielwasser,

wie Stefan seh ich das auch, daß es sich um eine diabetische PNP handelt, denn die Blutzuckerwerte sind bei einer PNP einfach nicht gut genug. Bei einer diab. PNP sollte der Langzeitwert unter 6 liegen. Bei einem Diabetiker o h n e PNP reicht ein Langzeitwert von 6,5 aus, aber halt nicht bei einer vorliegenden PNP.

Und der Langzeitwert sagt auch nicht genug aus, man muß genauso die Blutzuckerwerte 1 und 2 Stunden nach den Mahlzeiten beachten, sie sollten in der Regel unter 140 liegen. Besorg Dir ein Blutzuckermeßgerät und überprüf Deinen Blutzucker nach den Mahlzeiten. Das Blutzuckermeßgerät bekommst Du beim Diabetologen kostenlos.

Der HBA1c-Wert ist der Durchschnitt ALLER alltäglichen Blutzuckers, die länger als 3-4 Stunden anhalten.
Der HbA1c-Wert ein ist ein grober, aber wichtiger Indikator für die durchschnittliche Blutzuckerlage. Hohe Blutzuckerspitzen, die weniger als vier Stunden andauern, beeinflussen den HbA1c-Wert nicht. Der angelagerte Zucker verschwindet wieder von der Oberfläche des Hämoglobins, ohne dauerhafte Spuren zu hinterlassen. So können Nerven und Blutbahnen Schaden genommen haben, obwohl der HbA1c-Wert gut ist. Auch bestimmte Erkrankungen wie Nierenschäden können den HbA1c-Wert senken und somit verfälschen.
http://www.netdoktor.de/Diagnostik+Beha ... 10799.html

Und so können auch die hohen Blutzuckerwerte nach den Mahlzeiten bei einer PNP schaden. Deshalb einfach mal die Werte nach dem Essen überprüfen.

Stefan, der Neurologe verordnet Schmerzmittel und misst, wie weit eine PNP fortgeschritten ist. Da heißt es nur „Sorgen Sie für eine optimale Blutzuckereinstellung“ bei einer diabetischen PNP.

Zielwasser, ich wünsch Dir viel Erfolg in der TCM-Klinik.

LG
Biggi

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carmi
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Deine Diagnose: diabetische PNP, koronare Herzkrankheit, HWS- und BWS-Syndrom und vieles andere

Re: Ratschläge zu PNP

Beitrag von carmi » Sonntag 14. April 2013, 10:59

Hallo Zielwasser,

Blutzuckermessgerä#te bekommst Du heute auch schon in Apotheken umsonst.

LG Carmi
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***Menschen zu finden,
die mit uns fühlen und empfinden,
ist wohl das schönste Glück auf Erden
*** Carl Spitteler

addseo2015
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Re: Ratschläge zu PNP

Beitrag von addseo2015 » Samstag 25. Juli 2015, 12:00

Auf jeden Fall vielen herzlichen Dank für Deinen Hinweis!
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