Impfschaden?

Hier tauschen Betroffene Erfahrungen und Wissen zu allen Formen der Polyneuropathie und zum neuropathischen Schmerz aus.

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giordano
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Re: Impfschaden?

Beitrag von giordano » Samstag 13. September 2014, 22:06

Meiner Mutter wurde vor einem Jahr PNP diagnostiziert und leidet heute sehr stark unter einer "Entfremdung" des Körpers, wenig Schlaf und vermutlich auch Depression. Deshalb bin ich auf dieses Forum gelangt. Warum ich zu diesen Posting nun ein Kommentar bringe, liegt im Betreff "Impfen". Meine Mutter ist der festen Überzeugung, dass die Anästhesie oder Oberschenkelhals-Operation verantwortlich ist für die PNP, weil sie unmittelbar danach aufgetreten ist (nach 1-2 Tagen). Die Ärzte verneinen das, ich habe dann mal selber recherchiert und bin nun zu der Überzeugung gekommen, dass die Ärzte recht haben. Ich denke, dasselbe gilt auch für das Impfen. Wenn man nach Ursachen sucht, wird man zwangsläufig auf das Impfen treffen, da man sich ja oft impft und weil das Impfen leider unter ständiger Kritik und Beobachtung steht. Weil nach dem Impfen etwas passiert, muss es nicht zwingend wegen des Impfens passieren. Dagegen spricht auch, dass wenn Impfen eine Gefahr wäre, PNP viel häufiger vorkommen sollte (eigentlich jeder). Und Quecksilber in diesen tiefen Dosen haben, wenn nicht täglich verabreicht, keine Wirkung. Da fürchte ich mich mehr vor dem Verzehr von Fischen. Die Pharmafirmen müssen alle diese Nebenwirkungen aufschreiben, um sich rechtlich abzusichern. Nur weil darin als Nebenwirkung PNP steht, heisst es nicht, dass das Medikament PNP hervoruft. Ich weiss, ich klinge wie ein Pharmavertreter (dabei bin ich eher Pharmakritiker, habe deswegen auch Umweltchemie studiert). Aber wenn man ein bisschen recherchiert (Internet, Fachbücher, evidenz-basierte Medizin-Foren), sollte man auf diese Schlüsse kommen.
Nun, ich konnte meine Mutter noch nicht überzeugen, dass es andere Gründe sein könnten (evt. Vitamin B12-Mangel?), die schwierig oder gar nicht mehr uu eruieren sind. Das macht den Umgang mit der Krankheit nicht einfacher. Ich werde näher auf ihr Problem in einem eigenen Posting eingehen.

casi50
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Re: Impfschaden?

Beitrag von casi50 » Samstag 13. September 2014, 23:23

hallo Giordano,

es gibt medikamenteninduzierte Polyneuropahie , z.B bei Antibiotika die gerne nach einer OP gegeben werden.
Mein Urologe erwähnte mal Nitrofuran.
Vitamin B 12 Mangel könnte es evtl.sein,ggf. aufgrund einer gestörten Vitamin B 12 Aufnahme aufgrund eines Problemes
im Magen ( Magensäure zu wenig )z:B aber gibts noch andere Möglichkeiten der Vorerkrankung.

Ich habe selber eine PNP ohne Ursache , nach einigen Darm OP soll dieser wieder in Ordnung sein.
Antibiotika habe ich viel bekommen , mein Vit B12 Spiegel wird nächste Woche festgestellt,

Durch Impfen kann man , so habe ich gelesen, in sehr seltenen Fällen eine PNP bekommen.
Das soll aber das Gullain Barre Syndrom betreffen.

Alles Gute für Deine Mutter

Carsten

GregorE
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Re: Impfschaden?

Beitrag von GregorE » Sonntag 28. September 2014, 10:55

Hatte Kontakt mit Prof. Wolfgang Löscher, Universitätsklinik Innsbruck wegen erhöhtem B6. Er sagt, es gibt bislang nur wenige Daten dazu. Geht aber erst bei einer 5 bis 10fachen Überschreitung der B6-Obergrenze (27,2 µg/l) von einer B6 ausgelösten PNP aus. Habe 39,3. Ist also wahrscheinlich eher nicht der Grund. Genaueres weiß man bislang allerdings noch nicht.

kadejott
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Re: Impfschaden?

Beitrag von kadejott » Donnerstag 23. Oktober 2014, 13:18

giordano hat geschrieben: Warum ich zu diesen Posting nun ein Kommentar bringe, liegt im Betreff "Impfen". Meine Mutter ist der festen Überzeugung, dass die Anästhesie oder Oberschenkelhals-Operation verantwortlich ist für die PNP, weil sie unmittelbar danach aufgetreten ist (nach 1-2 Tagen). Die Ärzte verneinen das, ich habe dann mal selber recherchiert und bin nun zu der Überzeugung gekommen, dass die Ärzte recht haben. Ich denke, dasselbe gilt auch für das Impfen. Wenn man nach Ursachen sucht, wird man zwangsläufig auf das Impfen treffen, da man sich ja oft impft und weil das Impfen leider unter ständiger Kritik und Beobachtung steht. Weil nach dem Impfen etwas passiert, muss es nicht zwingend wegen des Impfens passieren. Dagegen spricht auch, dass wenn Impfen eine Gefahr wäre, PNP viel häufiger vorkommen sollte (eigentlich jeder). Und Quecksilber in diesen tiefen Dosen haben, wenn nicht täglich verabreicht, keine Wirkung. Da fürchte ich mich mehr vor dem Verzehr von Fischen. Die Pharmafirmen müssen alle diese Nebenwirkungen aufschreiben, um sich rechtlich abzusichern. Nur weil darin als Nebenwirkung PNP steht, heisst es nicht, dass das Medikament PNP hervoruft. Ich weiss, ich klinge wie ein Pharmavertreter (dabei bin ich eher Pharmakritiker, habe deswegen auch Umweltchemie studiert). Aber wenn man ein bisschen recherchiert (Internet, Fachbücher, evidenz-basierte Medizin-Foren), sollte man auf diese Schlüsse kommen.
Es besteht schon ein gewaltiger Unterschied, ob eine potentiell nerventoxische Substanz (hier Quecksilber bzw. Quecksilberverbindung) oral aufgenommen oder direkt in den Muskel, also vorbei am körpereigenen Abwehrsystem, verabreicht wird. Sollte man als Umweltchemiker mit angelesenen medizinischen Kenntnissen eigentlich wissen.
Bestes Beispiel ist hier Curare. Dies wird seit Jahrhunderten von Regenwaldbewohnern oral als Heilmittel verwendet, aber wehe dem, der es sich in die Haut ritzt.
Gerade die Tetanus-Impfung gilt als eine der häufigsten Auslöser neurologischer Erkrankungen. Das steht nicht nur im Beipackzettel als "Absicherung" für die Hersteller, sondern ist durch hunderte von Berichten aus der evidenzbasierten Medizin belegt.
Aber wenn man ein bisschen recherchiert (Internet, Fachbücher, evidenz-basierte Medizin-Foren), sollte man auf diese Schlüsse kommen.

@Dave Parker

Ich würde Ihnen empfehlen, alles genau zu dokumentieren, bzw. sich sämtliche Befunde seit der Impfung von den Ärzten in Kopie aushändigen zu lassen.
Die sind gesetzlich dazu verpflichtet.
Sollte sich der Verdacht auf einen Impfschaden erhärten, werden Sie eine lückenlose Dokumentation benötigen, um die Anerkennung eines solchen durchzusetzen.

Zu Ihren Vitamin-B-Werten:

Erhöhte Werte im Serum sind wenig aussagekräftig.
Anzuraten wäre eine sogenannte intrazelluläre Bestimmung von Vitamin- und Mineralwerten.
Leider bezahlen das die meisten Kassen nicht.
Bei Hochleistungssportlern oder überbezahlten Kickern macht man das regelmäßig, da bezahlt es der Verein.
Wichtig ist nicht, was im Serum herumschwimmt, sondern was in der Zelle, also da, wo es gebraucht wird, ankommt.

http://www.ganzimmun.de/seiten/test.php?test_id=769

Ich schreibe hier aus eigener bitterer Erfahrung:

Nach der letzten Tetanusimpfung bin ich einen Tag später körperlich völlig zusammengebrochen, hatte die seltsamsten Symptome (Schwindel, Kopfschmerz, Fieber, geschwollene Lymphknoten und Missempfindungen in den Beinen), weitere 4 Wochen später plötzlich stromschlagartige Schmerzen in den Waden, 6 Monate darauf zusätzlich auch in den Armen.
Es hat sage und schreibe 17 Jahre gedauert, bis eine Homöopathin mit Hinweis auf den zeitlichen Zusammenhang zur Tetanus-Impfung den Verdacht auf eine Polyneuropathie geäußert hat. Trotz der ziemlich eindeutigen Symptome, die anamnestisch mehrfach dokumentiert sind, ist von den Schulmedizinern vorher keiner darauf gekommen.
Weder der Hausarzt noch der Neurologe wussten überhaupt irgendetwas über den Zusammenhang zwischen Tetanus-Impfung und der möglichen Nebenwirkung in Form neuronaler Schäden.
Dieser Verdacht wurde dann mehrfach nach zielgerichteten diagnostischen Massnahmen durch diverse Neurologen bestätigt.
Sämtliche gängigen Therapieversuche sind leider fehlgeschlagen und haben außer massiven Nebenwirkungen keinerlei Verbesserung des Beschwerdebildes gebracht.
Im Gegenteil, die Symptome der Polyneuropathie verstärkten sich noch.
Dazu ein Zitat aus den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie:
Auch Medikamente, die in der Therapie von Neuropathien eingesetzt werden wie Rituximab oder Tumor-Nekrose-Faktor-Blocker, können in Einzelfällen Neuropathien auslösen (Richez et al. 2005, Mauermann et al. 2007).
Nachzulesen hier http://www.dgn.org/leitlinien-online-20 ... thien.html

2009 habe ich per Zufall den Weg zu Dr. Kuklinski gefunden.
Er hat bei mir die oben bereits angesprochene intrazelluläre Blutuntersuchung durchführen lassen.

Ergebnis:
B1, B2, B6, B12 im Minusbereich, obwohl im Serum z.T. stark überhöhte Werte vorlagen (B6 bei über 500 µg/l)
Auch diverse Mineralien (Selen, Zink) waren stark vermindert.

Nach sechs Wochen Therapie mit den verordneten Präparaten hatten sich die Beschwerden extrem verringert, insbesondere die Schmerzen.

Eine Heilung erscheint derzeit unwahrscheinlich, da durch die Impfung die Mitochondrien geschädigt sind und diese sich kaum regenerieren

Siehe hier http://de.wikipedia.org/wiki/Mitochondriopathie und hier http://de.wikipedia.org/wiki/Mitochondrium

Sehr viel darüber kann man auch auf den Seiten von Dr. Kuklinski nachlesen http://www.dr-kuklinski.info/index.html

Ich wünsche gute Besserung.

kuma10
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Re: Impfschaden?

Beitrag von kuma10 » Dienstag 24. Februar 2015, 22:02

Ich habe mich vor 2 Wochen gegen Hep A impfen lassen und die gleichen Nebenwirkungen wie Dave sie beschreibt: Muskelschwäche, Muskelkrämpfe, Kribbeln und 'Missempfindungen'. Betroffen sind beide Arme und Beine. Ich hoffe nun dass die Beschwerden von alleine wieder weggehen, meine Hausärztin hat mich nicht wirklich erst genommen.

@Dave: Falls Du mal wieder online bist... Wie lange haben sich Deine Beschwerden verschlechtert? Ist bei Dir schon Besserung in Sicht?

Zum Thema Antibiotika kann ich auch so meine Erfahrungen beisteuern... Ich habe 2010 Ciprofloxacin genommen und über ein Jahr mit den Nebenwirkungen neurologischer Art zu kämpfen gehabt und 2014 Metronidazol auch mit wochenlanger extremer Muskelschwäche & krämpfen. Irgendwie bin ich dafür empfänglich :(

jungerSpund78
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Re: Impfschaden?

Beitrag von jungerSpund78 » Donnerstag 28. Januar 2016, 21:36

Hallo,

ich will nicht zu denen gehören dir nur mitlesen.

Auch habe ca. ein halbes Jahr bevor die mmn ausgebrochen ist eine Impfung bekommen. Dies steht zwar in den Beipackzetteln drinnen, aber mal ehrlich wer liest den vor der Impfung? Wer wurde vom impfenden Arzt darüber aufgeklärt? Hättest du es gelassen wenn er dir gesagt hätte dass das Risiko nur bei max 0,1% liegt? Sicherlich nicht.

Aber wisst ihr denn wie das 0,1% zustande kommt? Dadurch das Ärzte die neurologische Erkrankung melden müssen die nur im verdacht auf eine Impfung zurückzuführen sind. Wisst ihr was passiert wenn man nur den Verdacht bei behandelten Ärzten äussert? Das wird sofort abgeblockt, ignoriert. Erscheinen solche Symptone in einem möglichen Zeitfenster nach einer Impfung sind diese dazu verpflichtet das zu melden - nur es macht keiner!

Das Risiko ist also deutlich höher wie 0,1%. Es will nur keiner wahrhaben, und schon gar nicht die Ärzte

krkristina
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Re: Impfschaden?

Beitrag von krkristina » Freitag 20. Januar 2017, 23:02

@kuma10. Ich habe nun ein ähnliches Problem, Kribbeln und Missempfindungen in den Beinen nach einer Hepatitis B Impfung. Habe vorher auch Ciprofloxacin NW gehabt, neurologische Probleme. Sind die Impfreaktionen bei dir wieder verschwunden?

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