Diagnose PNP, Fehldiagnose ?

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Eierdieb
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Diagnose PNP, Fehldiagnose ?

Beitrag von Eierdieb » Montag 19. Juni 2017, 10:48

Hallo liebe Forengemeinde, leider habt ihr eine neues Mitglied, meine ich nicht unhöflich aber wer hat schon gerne die Diagnose diabetische PNP ?
Zu mir : 47 Jahre alt, Diabetiker, Übergewicht. Ich habe seit Jahren Schmerzen beim Gehen, schmerzfreie Gehstrecke ca 300 m,  hinsetzen schaltet den Schmerz sofort ab. Vorbeugen des Oberkörpers verhindert Schmerzendstehung, zum beispiel abstützen auf Einkaufswagen oder tragen eines sehr schweren Rucksackes, welcher durch das Gewicht den Operkörper nach vorne beugt. 

Vor ca 3 Jahren erstmaliger beginn von Taubheitsgefühlen, Gangunsicherheit und Gleichgewichtstörungungen in Beinen und Füßen. Beginnend mit einem Schweregefühl in den Beinen, 'schlurfender' gang und Verstärkung der Schmerzen in der LWS, Reduzierung der schmerzfreien Gehstrecke auf ca 15 m. Binnen einiger Tage vollständige Ausprägung der Taubheit und Gangunsicherheit und Gleichgewichtsstörung. Kontrollverlust über das rechte Knie, es knickt einfach ein und ich lande auf dem Boden, ich gehe torkelnd wie ein betrunkener.
Neurologe diagnostiziert 'Läsion der Lumbosakralwurzeln' durch.. keine Ahnung, er weiß es auch nicht.
Therapie mit Diclo, Cortison und Krankengymnastik linderten die Symptome recht schnell, und verschwanden innerhalb von 2 Jahren vollständig.  Schmerzfreie Gehstrecke lag wieder bei ca 300 m.


Seit April 2017 wieder gleiche Symptome wie vor 3 Jahren, Schwächegefühl in den Beinen, Gangunsicherheit, Taubheitsgefühl in Beinen und Füßen, reduzierung der schmerzfreien Gehstrecke auf ca 50 m.  Neurologe meint es könne eine Spinalkanalstenose / Myelopathie sein und überweist mich in eine neurologische Klinik.
Zwischenzeitlich haben sich die Symptome wieder deutlich gebessert. Ich gehe wieder normal, noch leichte Gangunsicherheit, Taubheit der Füße geht zurück.

In Bildgebende verfahren CT, MRT sind o.B. Lumbalpunktion scheitert 3 mal da kein Nervenwasser austritt. Nervenleitgeschwindigkeit "fast unauffällig'

Die Diagnose lautet dennoch PNP, und ich soll eine Multimodale Schmerztherapie beginnen und auf Lyrica eingestellt werden.

Dabei habe keine! Schmerzen, nur ein Belastungsschmerz beim gehen, kein Kribbeln, kein Ameisenlaufen, kein brennen. Das mit den Füßen bessert sich bereits wieder, mein Neurologe meint, diabetischen PNP kommt nicht und geht wieder, schon garnicht 2 mal.
Was meint ihr ?

StefanL
Beiträge: 144
Registriert: Mittwoch 5. September 2012, 21:15
Deine Diagnose: Demyelisierende PNP unklarer Ursache,
Wohnort: Rheinland-Pfalz

Re: Diagnose PNP, Fehldiagnose ?

Beitrag von StefanL » Sonntag 25. Juni 2017, 19:07

Hallo Eierdieb,
zunächst mal herzlich willkommen hier im Forum.
Du hast ja ein ziemlich ungewöhnliches Problem, zu dem ich selbst dir nicht viel sagen kann. Ich selbst leide an einer schmerzfreien PNP unklarer Herkunft, benötige keine Medikamente und meine Symptome sind Taubheitsgefühle, kribbeln und neurologischen Mißempfindungen an Füßen und Unterschenkeln.
Die PNP - falls das bei dir überhaupt zutrifft - hat viele Gesichter und viele Ursachen und du darfst dich nicht wundern, wenn auch die allermeisten Ärzte ratlos sind.
Auch meine Neurologin hat mir nach eingehender Untersuchung und Diagnose offen gesagt, daß sie mich zwar ärztlich begleiten, aber mir nicht mit einer gezielten Therapie helfen kann, weil die URSACHE nicht gefunden werden konnte.
Ich empfehle dir, hier im Forum die Beiträge durchzusehen, da findest du bestimmt einige Beiträge über Medikation, Therapieansätze usw, die dir vielleicht hilfreiche Tipps geben.

Gruß und Gute Besserung
wünscht dir
Stefan

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