Frage zur Leitgeschwindigkeit

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DekeRivers
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Frage zur Leitgeschwindigkeit

Beitrag von DekeRivers » Freitag 25. September 2015, 08:04

Guten Morgen

ich habe ein Frage zu dem Messmethoden bzw der Leitgeschwindigkeit. Gibt es da unterschiedliche Methoden bzw kommt es auf bestimmpte Parameter an ?

ich hab 2 Messungen des Suralis links von verschiedenen Neurologen eine vom Mai und eine vom September

Mai Amplitude 1,6µV NLG 55,6 m/s
Sep Amplitude 12,3µV NLG 43,9 m/s

suralis rechts:

Amplitude 10,5 µV 40,9 m/s ein anderes Protokol hat folgende Parameter

Unterschenkel re, Ableitort, Stimulation Dist cm LAtenz ms n-Ampl t-Ampl rel AMPL % sNLG Temp
Mall.lat 27mA 19 3,45 6,0 µV 1,7µV 111 55,1 m/s 31,5

hat das was mit den Amplituden zu tun ? Wird die NLG jetzt schlechter ? Im Juli wurde auch eine Messung gemacht da hab ich aber kein Wert nur die Aussage alles In Ordnung. Kann man die Werte verschiedener Neurologen nicht immer Vergeleichen ? Muss man da was umrechnen ? Bei jedem Neurologen hab ich immer unterschiedliche Amplituden, Millivolt und ne andere NLG aber alles mit der Aussage Normalbefund. In manchen Berichten steht auch gar nix von Milliampere.

StefanL
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Deine Diagnose: Demyelisierende PNP unklarer Ursache,
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Re: Frage zur Leitgeschwindigkeit

Beitrag von StefanL » Freitag 25. September 2015, 20:03

Hallo DekeRivers,
zunächst mal: Willkommen hier im Forum.
Leider kann ich dir deine Fragen nach den Details der NLG-Messung nicht beantworten, weil ich selbst bei meinen NLG-Untersuchungen nur das Ergebnis , also die Geschwindigkeit in m/s abgefragt habe. Ich bekomme Elektroden an verschiedenen Messpunkten an Unterschenkel und an den Füßen angelegt, dann wird ein schwacher Stromimpuls ausgelöst, der mal mehr , mal weniger schmerzhaft von mir empfunden wird.
So läuft das bei mir ab.
Ich bin auch medizinisch nicht soweit geschult, um die anderen, von dir im Protokoll aufgeführten Parameter zu interpretieren. Ich vermute aber, daß es sich möglicherweise um die Dokumentation der Mess-Parameter handelt:
- Die Stromstärke, die Mess-Stelle usw.
Aber vielleicht kann jemand hier im Forum mehr dazu sagen.
Wenn du unterschiedliche Messergebnisse bei verschiedenen Neurologen vorliegen hast, denke ich, dass da wohl deine Tagesform geschwankt hat. Diese Erfahrung habe ich auch schon bei meinen NLG-Messungen gemacht, die immer beim gleichen Neurologen, sogar von der gleichen Mitarbeiterin durchgeführt wurden. Umrechnen muß man da nichts.
So wie das aussieht, hat sich deine NLG im Laufe der Monate verschlechtert.
Aber die NLG ist nur EIN Parameter, der dem Neurologen hilft, Nervenschädigungen zu diagnostizieren. Wie sind deine neurologischen Empfindungen ( oder direkter: Mißempfindungen ) an den peripheren Nervenenden, z. B. an den Füßen und Händen?
Übrigens: Meine NLG - Werte lagen meist bei etwa 36-40 m/s
Gruß
und Gute Besserung
wünscht dir
StefanL

niemand12
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Re: Frage zur Leitgeschwindigkeit

Beitrag von niemand12 » Freitag 25. September 2015, 21:54

Hallo DekeRivers,

Auf Wikipedia findest Du etwas zur Nervenleitgeschwindigkeit: https://de.wikipedia.org/wiki/Nervenleitgeschwindigkeit .
Bei meiner Messung sagte der Neurologe - von dem ich viel halte - ja, bei großen Menschen ist die Nervenleitgeschwindigkeit ohnehin etwas geringer. Das sei zu beachten.

Gruß
Niemand12

DekeRivers
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Re: Frage zur Leitgeschwindigkeit

Beitrag von DekeRivers » Samstag 26. September 2015, 09:43

So kenn ich das auch und so haben die das auch im Krankenhaus gemesen. und meistens geben die auch 2 bis 3 Impulse ab um Schwankungen zu vermeiden.
Das merkwürdige an allem ist das im Juli im Krankenhaus der linke Suralis erloschen war und jetzt sogar wieder normal sein soll ? :o

Der bericht im KH Suralis sens.-ant links fehlend. und rechts hatte ich angeblich im Juli noch ein NLG von 55,1 m/s
und jetzt bei dem anderen Neurologen mur noch 43,9 m/s 12 m/s in in 8 Wochen verloren ? :?:
Müsste sich das nicht irgendwie gefühlsmäßig bemerkbar machen ?

Ich habe ja auch Bernnschmerzen und Deformationen im Fuß und in der Wade aber das schon seit April und bisher waren alle Messungen laut Neurologen OK

Wenn die NLG abnimmt ? lassen dann auch die Schmerzen nach ? oder hat das nix miteinander zu tun ?

niemand12
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Re: Frage zur Leitgeschwindigkeit

Beitrag von niemand12 » Samstag 26. September 2015, 11:38

Hallo Deke,

ob die NLG (Nervenleitgeschwindigkeit) mit den Schmerzen zusammenhängt, kann ich Dir leider nicht sagen. Es gilt aber: vermehrtes Kribbeln kann auch ein Zeichen der Gesundung sein, sagt der Neurologe.
Wenn Dein linker Suralis wieder normal ist, wäre das doch eine gute Nachricht oder?

Meine Erfahrung: Mein rechter Suralis zeigte von Kopf bis Knöchel so gut wie keine Reaktion mehr - bei der Messung durch die Sprechstundenhilfe. Bei der Messung durch den Neurologen sprach dieser von einer nur geringfügig geringeren NLG. Tja, da hilft nur eines: Den Neurologen fragen. Zeigt der Patient Interesse, sollte der Neurologe positiv reagieren, auch wenn er wenig Zeit hat. Auch daran denken: Die Ärzte stehen unter demselben Kosten- und damit Zeitdruck wie die Patienten.

Niemand12

DekeRivers
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Re: Frage zur Leitgeschwindigkeit

Beitrag von DekeRivers » Samstag 26. September 2015, 17:34

Ja das wäre natürlich eine gute Nachricht links hab ich ja leider einen Bandscheibenschade an der S1 Wurzel insofern kann ich da den Schaden erklären ich versteh halt nur nicht so komplett unterschiedliche Messungen.

wie gesagt links im Mai noch 1,6 µV Amplitude und NLG von 55,6 m/s gemessen Neurologie Osnabrück
im Juli laut bericht Neurologie Bielefeld links fehlend keine Werte in der Tabelle mit 30mA und rechts normal 27 mA Amplitude 1,7 µV und 55,1 m/s

jetzt im September wieder links 12,3 µV und 40,9 m/s und rechts die 10,5 µV und 43,9 m/s

das bedeutet links ist der suralis von voller NLG auf totalausfall gegangen und kommt jetzt nach 2 Monaten wieder und rechts wird er schleichend schlechter obwoch ich seit April Brennschmerzen und Spontanaktivität in der RECHTEN Wade habe, aber immer noch volle Kraft sprich Hacken und Zehengang ohne Probleme bei neurogenem Umbau in der RECHTEN Wade so der Bericht :shock: Ich möchte mal wissen was ich für eine komische Krankheit habe.

Zum Beispiel haben die in der Neurologie Osnabrück geschrieben ASR beidseits abgeschwächt. gleichzeitig schreiben Sie aber auch H Reflex links erloschen aber rechts mit normwertiger Latenz auslösbar. In allen anderen Berichten steht auch ASR Rechts gut bis mittellebhaft auslösbar und ich selber kann es ja auch noch prima zucken lassen. So viel auch zu der Tageform der Doagnosen :| :? Oder die wissen selber nicht mehr was die so schreiben.

Naja im Oktober bin ich stationär in der Uni Klinik Münster ich hoffe das bis dahin nicht noch mehr kaputt geht. DAs Muskelzucken nervt halt tierisch

niemand12
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Re: Frage zur Leitgeschwindigkeit

Beitrag von niemand12 » Samstag 26. September 2015, 22:07

Ja, das ist merkwürdig. Obwohl der Totalausfall vielleicht ein Messfehler war. Mit sinkender Körpertemperatur wird die Leitfähigkeit übrigens schlechter.
Bei mir munkelte die Sprechstundenhilfe auch etwas von Bandscheibe, aber der Neurologe munkelte dann nicht mehr. Scheint also auch vom Messknecht oder von der Messmagd abzuhängen, was der Nerv noch von sich gibt.

Wenn Du in der Uniklinik Münster bist, hast du ja ein wenig Zeit- poste am besten täglich, was Dir die Uni-Ärzte so erzählen, dann haben wir alle etwas davon! Mich interessiert es auf jeden Fall.

Niemand12

DekeRivers
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Re: Frage zur Leitgeschwindigkeit

Beitrag von DekeRivers » Sonntag 27. September 2015, 09:04

Ich werde auf jedenfall berichten, meine Krankengeschichte ist ja schon etwas merkwürdig. Links 2 Bandscheibnvorfälle seit 10 Jahren schmerzfrei aber rechts in den Dermatomen L4/5 und L5/s1 Neuropatische Brennschmerzen, auch seit 10 Jahren aber bisher ohne nennenswerte Probleme. Im März diesen Jahres dann links OP an L5/S1 und seitdem extrem starke Brennschmerzen RECHTS im Fuß, Wade und Unterschenkel bis in die Leiste und Genitalbereich, seitdem Gefühlsverlust im Genital, leichte Impotenz und Orgasmusprobleme, schwache Beckenbodenmuskulatur, jucken ziehen und Kribbeln in der Blasengegend und schwacher Harnstrahl zudem neurogener Umbau der rechten Wade.

Bisher noch alle reflexe da, NLG vermutlich auch noch In Ordnung, Keine Nervenkompression rechts, kein Myleopathiesignal, keine Borellien, Lumbalpunktion 2 mal In Ordnung keine MRZ Viren, kein Diabetes Blutzucker im Tagesverlauf immer zwischen 85 und 95. laut den Ärzten keine ernsthafte Erkrankung des ZNS.

Tja da ist guter Rat teuer, aber ich will hoffen das sich das noch etwas erholt die Brennschmerzen im rechten Bein sind etwas weniger und im Genital fast weg, aber immer noch kein Gefühl. Aber angeblich kann sowas 1 bis 1,5 Jahre dauern bis sich periphere Nerven erholen. Ich bin ja auch erst bei 7 Monaten

Ein schönes Wochenende und ein guten Wochenstart. :tschuess:

DekeRivers
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Re: Frage zur Leitgeschwindigkeit

Beitrag von DekeRivers » Samstag 17. Oktober 2015, 21:33

ICh wollte nur mitteilen das die Uni Klinik Münster gestrichen ist, ich habe keine Polyneuropathie, War in Achernbeim Spezialisten

Mein Befund aus der Ortenau Klinik Achern.

In der mitgebrachten MRT Untersuchung der LWS Juli 2015 sowie in der heute durchgeführten Röntgenuntesuchung der LWS in 2 Ebenen Osteochondrose L5/S1 Z.n Hemilaminektomie L5 links. Rest- oder Rezidivbandscheibenvorfall in Hohe von L5/S1 links. sow Verdacht auf Facettenglenkszyste L5/S1 links mit Komprimierung des Spinalkanals sowie der Nervenwurzeln L5/S1 links. S1 mehr als L5 Desweiteren enge Spinalkanal in Höhe von L4/5 mit Bandscheibenvorfall breitbasig L4/5 und dadurch auch hier der Verdacht auf Nervenwurzelirritation L4/5 links mehr als rechts.

In Anbetracht der doch massiven Arachanopathie im Op Gebniet empfehlen wir bei einer erneuten OP dir dorsale Dekompressionspondylodes in PLIF Technik.

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