Erfahrungen mit dem Wundermittel Lyrica

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ulricus
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Re: Erfahrungen mit dem Wundermittel Lyrica

Beitrag von ulricus » Montag 27. Dezember 2010, 11:32

NACHTRAG:
Seit Donnerstag den 23.12. nehme ich kein Lyrica mehr! Völlig abgesetzt!
Mittlerweile sind die Blasenschmerzen/-koliken völlig verschwunden, 3 Wochen Antibiotika für die Katz!
Jetzt kommen alle Schmerzen, Krämpfe und Parästhesien vehement zurück.
Ich hänge völlig durch, weil das Lyrica mich auch psychisch sehr stabilisiert hat!
Es ist schon ein verdammter Mist, wenn man so krank ist, dass die Medikamente, die man einnimmt,
einen selber krank machen!
Und keiner konnte die Nebenwirkungen richtig deuten!!! ( Sowas macht Lyrica nicht! )
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carmi
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Re: Erfahrungen mit dem Wundermittel Lyrica

Beitrag von carmi » Montag 27. Dezember 2010, 14:19

Liebe Ulli,

schade, dass Du Lyrika sofort abgesetzt hast.

Ich habe auch die Probleme mit der Blase gehabt. Jeden Tag ein Glas Cranberry-Saft oder eine Cranberry-Tablette und seid dem ist es besser. Bei mir kam das mit der Blase erst als ich Lyrika schon ein halbes Jahr genommen habe. Aber ich nehme ja auch noch andere Medis, die dieses verursacht haben könnten.

Auch musst Du vllt. sehen, dass durch die Kälte in den letzten Wochen auch so eine Blasenentzündung mal vorkommen kann. Würde es also nicht 100 % auf Lyrika schieben. Sicher ist dein Immunsystem etwas angekratzt und du steckst bestimmte Dinge nicht mehr so schnell weg, wie vor Deiner Erkrankung.

Also wenn Dir Lyrika bzgl. der Schmerzen und Mißempfindungen hilft, solltest Du überlegen nicht doch noch mal einen Versuch zu starten.

LG Carmi
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Re: Erfahrungen mit dem Wundermittel Lyrica

Beitrag von ulricus » Dienstag 28. Dezember 2010, 14:31

Hallo liebe Carmen,

Antibiotika, Cranberrysaft, Heizkissen = hat alles nixx gebracht!!
Der Internist war sich auch nicht sicher, ob es eine Blasenentzündung war, weil ich durch Vererbung schon immer,
auffällige Labor-Urin-Werte hatte!
Habe jetzt auch eine recht nette Entzugssymptomatik.
Tja, jetzt fange ich wieder mit meiner Medi-Suche von vorne an.
Am 3.1. kommt mein Neuro wieder, dann werde ich mal hören, ob er noch eine gute Idee hat.

Vielen herzlichen Dank für deine lieben Worte.
Und dann mal ein schönes Silvester, und beste Gesundheit für ein neues Jahr der Qualen!

:tschuess: dein ulli
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Re: Erfahrungen mit dem Wundermittel Lyrica

Beitrag von Olline » Dienstag 28. Dezember 2010, 20:58

Hallo Ulricus,

ich nehme 2 x100 mg. Lyrica und habe auch große Probleme beim Wasser lassen.
Bei 300 mg. geht es so gut wie gar nicht mehr.

War schon bei meiner Urologin, die mir den Rat gab, öfter auf die Toilette zu gehen und den Wasserhahn auf zu drehen. ( auch wenn man nicht muß)
Du wirst es nicht Glauben aber das klappt.

Man soll auch darauf achten das kein Rest Urin in der Hahnröhre bleibt, das kann nämlich zu einer Endzündung führen.

Liebe Grüße und einen guten :rutsch: wünsche ich dir und deiner Familie

Olline
Jeder Tag an dem man nicht gelacht hat, ist ein verlorener Tag.

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Re: Erfahrungen mit dem Wundermittel Lyrica

Beitrag von ulricus » Donnerstag 30. Dezember 2010, 12:53

Liebe Olline,

habe großen Dank für deine lieben Wünsche!

Ich hatte keine Probleme beim Pieseln, sondern Krämpfe in der Blase und im angrenzenden Dickdarm-Bereich!
Aufgetreten sind diese Probleme bei 50 - 50 - 125mg Lyrica.
Ausreichende Erfolge mit L. hatte ich aber erst bei 75 - 100 - 175mg.
Und diese zusätzlichen Blasenkrämpfe und Schmerzen waren absolut nicht akzeptierbar.
Im Moment behelfe ich mir zur Nacht mit 5mg Tavor (Lorazepam), so kann ich wenigstens schlafen.
Am Montag 3.1. kommt mein Neuro zurück, dann werde ich hören, was noch möglich ist.
Nachmittags geht es mir immer sehr mies, weil Tavor mich auch depressiv macht!!!

An ALLE dann mal :tschuess: und ein schönes Silvester! Liebe Grüße ulli
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Re: Erfahrungen mit dem Wundermittel Lyrica

Beitrag von Nine » Sonntag 2. Januar 2011, 15:08

Hallo Ulricus!
Ein Fehler Lyrika von hier auf jetzt abzusetzen, macht natürlich Entzugserscheinungen. Langsam ausschleichen wäre die bessere Alternative gewesen. Tavor ist auch nicht die richtige Alternative , und kann auf Dauer süchtig machen ...
Ich glaube auch ,dass das nicht unbedingt im Zusammenhang mit Lyrika steht, sondern vielleicht auch mit deiner PNP (neurogene Blasenstörung) zusammenhängt bzw. unabhängig von Lyrika + PNP aufgetreten ist. Vielleicht waren auch 3 Wochen Antibiotika doch erfolgreich und haben die "Blasenschmerzen" gelindert, bzw durch das Absetzen von Lyrika kam es zu einer gegenseitiger Überlagerung der Schmerzen ,
Hast du neben dem Lyrika (als Nebenwirkung ist da nur die Restharnbildung bekannt) noch andere Medikamente genommen?

Da bei der Einnahme von Lyrika, deine Psyche , Angst + Missempfindungen + Schmerzen gelindert werden, solltest du eher genauer nach der Ursache deiner "Blasen- und Darmprobleme forschen. Bist du denn bei einen Urologen in Behandlung.

Ulricus es ist leider ein langer schwierigerWeg , bis man die für sich am besten geeignete Therapie findet.
Du musst dabei immer wissen, dass die neuropathischen Schmerzen meistens auf Dauer bestehen und du auch nicht 100%ig schmerzfrei werden wirst.
Ich habe auch einige 2-3 Jahre gebraucht, um zu sagen mit der Therapie " bin ich zufrieden.
Es überwiegen die positiven Seiten, ich muss leider auch weiterhin Nebenwirkungen wie "Restharnbildung", Ödeme, Gewichtszunahme, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen in Kauf nehmen.

Lass dich nicht unterkriegen und :ohrensteif:

Ich wünsch Dir ein Schmerzarmes neues gesundes Jahr , Bild
***Sich auseinanderzusetzen ist gut, wenn man sich nachher wieder zusammensetzen kann.***
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Re: Erfahrungen mit dem Wundermittel Lyrica

Beitrag von ulricus » Mittwoch 5. Januar 2011, 12:06

Hi liebe Nine,

herzlichen Dank für deine ausführliche Information!

Lyrica ist für meine "Blasenentzündung" verantwortlich! (NW)!
Eine Tavor-Sucht stört mich überhaupt nicht, ich bin fast 60 Jahre, und will noch einigermaßen Lebensqualität haben!

Der Neuro hat mir vorgeschlagen:
Lyrica 3 X 50 mg/die ( das liegt klar unterhalb der Grenze, an der meine Blasenschmerzen anfingen!)
Amitriptylin 25 - 0 - 25 mg/die ( Saroten, ein Antidep.! )

Das wird ein erneuter Versuch über rund 4 Wochen.
L. hatte mir ja recht gut geholfen, nur halt eben die "Blasenprobleme", alle anderen NW hatte ich gut unter Kontrolle.
Man(n) wird also sehen, was dabei herauskommt.

Was das Tavor noch mal angeht, ohne irgendeine PNP-Medi-Therapie, kam ich mit 5mg/die recht gut zurecht.
Wenn also der neue Versuch auch nixx bringt, so würde ich mit einem Opioid & Tavot immer gut klar kommen!!!

Für mich zählt nur Lebensqualität!!! Womit ich die erreiche, ist mir völlig schnuppe!

Besonders liebe Grüße an Nine, und alle Anderen. :tschuess: ulli
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Re: Erfahrungen mit dem Wundermittel Lyrica

Beitrag von Nine » Samstag 8. Januar 2011, 14:48

Lieber Ulli!
Ich verteufel keine "Opiate" sondern solche bei Bedarf einsetzbaren "Schlafmittel und Beruhigungsmittel"
In Rahmen einer medikamentösen Schmerztherapie sind richtig dosierte retardierte Opiate, die man nicht nach Bedarf sondern nach einem festgelegten Einnahmeschema einnimmt , ein Option die Lebensqualität zu verbessern, wo auch wenn nur eine "physische" Abhängigkeit besteht. Die bei Bedarf genommenen "Seelentröster" sind eher mit Vorsicht zu genießen.
Ich z.B. nehme neben Lyrika (450 mg /Tag) auch seit Jahren 60 mg eines retardierten Morphinpräparats ein.
Also gibt es sicherlich auch andere Alternativen neben Lyrika bei der Behandlung deiner Schmerzen.
:arrow: Klinische Neurophysiologie Göttingen-Behandlung Chronische Schmerzen

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Re: Erfahrungen mit dem Wundermittel Lyrica

Beitrag von ulricus » Samstag 15. Januar 2011, 11:00

Hallo an ALLE!

Bin jetzt 14 Tage bei 3 X 50mg Lyrica/die ( und die "Blasenschmerzen" erscheinen langsam wieder! )
Beim ersten Einsatz von L. waren es auch rund 2 Wochen, bis die Schmerzen anfingen.

Amitriptylin (Saroten) musste ich wg. zu starker NW wieder absetzen!
Extremer Schwindel, Gangunsicherheit, starke Akkommodationsstörungen, Gereiztheit und weitere Ausfälle, die ich nicht akzeptieren konnte.
Autofahren ging überhaupt nicht mehr!!!

Also nächste Woche wohl wieder zum Neurologen!

@NINE - ich meinte Opioide und nicht Opiate.

Dann mal schönes Wochenende :tschuess: von ulli
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Re: Erfahrungen mit dem Wundermittel Lyrica

Beitrag von makahe » Mittwoch 8. Juli 2015, 13:39

Mein Doc hat mir heute Lyrica erstmalig verordnet. Weil angeblich das Patent abgelaufen ist, habe ich in der Apo Pregabalin ratiopharm 150mg bekommen.

Frage: Ist es ebenso hilfreich ??
Danke und Gruß
Manfred

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