Misteltherapie und Wirkung auf PNP

medikamentöse Therapie
Entspannungsverfahren
alternative Methoden
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Theechen
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Misteltherapie und Wirkung auf PNP

Beitrag von Theechen » Dienstag 1. Juli 2014, 07:35

Hallo,

ich wollte kurz mal berichten, dass ich seit Beginn einer Misteltherapie vor ca. 4 Wochen eine starke Verbesserung der PNP erlebe. Das Kribben wird sehr viel schwächer und ich konnte das Lyrika deutlich reduzieren, was toll ist. Natürlich wird die Misteltherapie nicht gezahlt von der Krankenkasse, aber der Versuch war es mir wert. Ich bin bei einem anthroposophischen Mediziner gelandet, der auch viel schulmedizinische Erfahrung hat. Es lohnt sich auszuprobieren, ob alternative Methoden parallel zur schulmedizinischen Behandlung Erleichterung bringen. Ich bin auf jeden Fall optimistisch. Laut Arzt werden mit meiner alternativmedizinischen Behandlung auch eher die Ursachen als nur die Symptome behandelt. Ich vertraue dieser Aussage erst einmal, es wäre ja toll, wenn die Behandlung weiter so gut anschlägt. Die schulmedizinische Alternative ist für mich wesentlich unattraktiver, denn ein wenig Sorge habe ich bzgl des Abhängigkeitspotentials von Lyrika und vor dem Fortschreiten der PNP, die dadurch ja nicht verhindert wird. Irgendwie muss man seinen Weg finden. Die Homöopathie war es nicht, jetzt sind es andere naturheilkundliche Mittel. Mal sehen, wie es sich weiter entwickelt.

Herzlichen Gruß
Theechen

Biggi
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Re: Misteltherapie und Wirkung auf PNP

Beitrag von Biggi » Dienstag 1. Juli 2014, 07:48

Hallo Theechen,

das ist toll, wenn eine Misteltherapie hilft. Mistel wird ja bei vielen Krankheiten alternativ eingesetzt. Bitte halte uns auf dem laufenden, wie es bei Dir weitergeht.

LG
Biggi

Theechen
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Lyrika abgesetzt dank Mistel

Beitrag von Theechen » Sonntag 31. August 2014, 21:22

Hallo,

ich wollte mal wieder kurz schreiben, was sich bei mir ergeben hat. Falls mal jemand anderes alternative Therapien ausprobieren möchte, kann so ein Beitrag ja auch Mut machen. Ich habe seit Mitte Juli Lyrika komplett abgesetzt. Die Misteltherapie hilft mir sehr gut, dass ich einigermaßen stabil bin, was mein Rheuma angeht und auch die Polyneuropathie scheint dadurch sehr positiv beeinflusst zu sein. Zwar wurde die Nervenleitgeschwindigkeit nicht wieder neu gemessen, aber subjektiv stört mich trotz des Absetzens von Lyrika das Kribbeln nicht mehr so extrem und die Nervenschmerzen sind zu vernachlässigen. Ich bin froh darum. Ich bin praktisch von 225mg am Tag relativ schnell herunter gegangen und habe trotz der spürbaren Zunahme des Kribbelns ab 75mg/Tag nicht gestoppt.

Bei bestimmten Tätigkeiten kommen Kribbeln und Taubheitsgefühle sehr verstärkt wieder zum Vorschein, vor allem bei Belastungen, wie längeres Autofahren, Hecke schneiden etc. Das begleitet mich dann ca. 4-10h, bis es wieder weniger wird. Ich denke daher, dass sich die Polyneuropathie nicht komplett zurückgebildet hat, aber solange die Beschwerden nicht wieder so zunehmen, bin ich froh, wenigstens dafür keine weiteren Medikamente wie Lyrika mehr zu benötigen. Mistel muss ich halt durchspritzen und kann bisher keine Pausen machen, weil es mir dann gleich wieder schlecht geht. Aber ich bin sehr froh über diese Entwicklung, endlich Möglichkeiten gefunden zu haben, die nicht so starke Nebenwirkungen haben.

Ja, soviel von mir. Ich bin gerade nur sehr sporadisch mal hier unterwegs, da ich endlich auch wieder mit dem Arbeiten anfangen kann.

Euch alles Gute!

Theechen

Biggi
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Re: Misteltherapie und Wirkung auf PNP

Beitrag von Biggi » Samstag 6. September 2014, 15:05

Hallo Theechen,

das ist doch ein toller Erfolg, daß Du Lyrika absetzen konntest. Vielleicht hilft Dein Beitrag auch anderen ...

LG
Biggi

madeiraopa
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Re: Misteltherapie und Wirkung auf PNP

Beitrag von madeiraopa » Montag 8. September 2014, 11:14

Hallo Theechen, es freut mich, dass Du für Dich ein Mittel wie die Misteltherapie gefunden hast. Ich selber wende die MAGNETFELDTHERAPIE an, nehme
Limptar, um die Wadenkrämpfe einzudämmen und trinke einen Tee mit Namen "Pata de vaca".
Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und Gute Gesundheit.

Gruss Günther

Theechen
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Re: Misteltherapie und Wirkung auf PNP

Beitrag von Theechen » Dienstag 16. September 2014, 19:28

Biggi und Günther,

Vielsen Dank fürs Mitfreuen! Wie geht es euch denn? Günther, helfen dir deine alternativen Mittel gut?

Herzliche Grüße

Theechen
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Mistel keine langfristige Lösung?

Beitrag von Theechen » Samstag 29. November 2014, 20:44

Hallo in die Runde,

ich muss zugeben, ich bin gerade etwas orientierungslos und würde mich über Tipps freuen. Mein Problem ist, dass ich mich mit der PNP eigentlich wenig auskenne, weil meist die anderen Diagnosen sehr im Vordergrund stehen und mich viel mehr beeinträchtigen. Gerade ist es anders, weil die anderen Probleme inzwischen deutlich besser geworden sind.

Wie ich bereits geschrieben habe, hatte ich das Gefühl, dass es mir mit der Mistel endlich besser geht, das Kribbeln war besser, die brennenden Schmerzen fort. Daher habe ich im Juli Lyrika Stück für Stück weggelassen. Schon im September fing es an, dass das Kribbeln extrem wurde, z.T. unerträglich. Im Oktober war ich krank und was folgte war mal wieder ein krasser Rheumaschub in den Gelenken und im Auge. Mistel und die anderen Medis konnten das nicht verhindern, eine Illusion ist geplatzt. Da das Augenlicht in Gefahr war, musste sofort die Therapie umgestellt werden und ich bekomme nun viel Kortison und Infusionen. Seitdem geht es mir bezüglich der rheumatischen Schmerzen und mit dem Auge viel besser. Auch besser als mit der Mistel. Die Polyneuropathie lacht aber drüber, obwohl sie eigentlich angeblich auf der Grundlage der rheumatischen Erkrankung entstanden ist. Also müsste doch eigentlich, wenn das Rheuma besser wird auch die Polyneuropathie rückläufig sein? Oder sind einfach die Nerven, die geschädigt sind auf Dauer geschädigt? Nerven können sich doch auch regenerieren, oder? Ich verstehe das nicht.

Durch die Therapieumstellung war ich sehr verunsichert. Ich nehme wegen des Rheumas extrem viel Kortison, Schmerzmittel, TNF-Alpha-Blocker (Immunsuppression) etc. Da ich gar nicht einschätzen könnte, ob das neue Medikament anschlägt, habe ich dann beschlossen die Mistel und alle anderen alternativen Mittel erst einmal wegzulassen. Das ging eigentlich auch ganz gut. Die Polyneuropathie verbessert sich bei hohen Kortisondosen immer etwas bei mir (so bei 50-100mg), leider bin ich mit Kortison inzwischen bei 17,5 mg und die Polyneuropathie wird zunehmend stärker. Ich bin noch nicht verzweifelt, aber doch ratlos, wie ich der Situation Herr werden soll. Eigentlich möchte ich nicht zum Lyrika zurück, auch wenn ich weiß, dass es mir hilft. Aber ich möchte auf Arbeit fit sein, kann es nicht gebrauchen morgens nicht aus dem Bett zu kommen oder die Welt verändert zu sehen. Mein Job ist anstrengend genug. Was ich vorher nur einmal kurz hatte sind Sensibilitätsstörungen. Seit einigen Wochen merke ich es vor allem beim Schwimmen oder bei langen Autofahrten. Der rechte Fuß fühlt sich pelzig an, wie taub. Beim Schwimmen ist das total unangenehm, als ob der Fuß nicht mehr mit dazugehört, aber trotzdem wie elektrisiert ist.

Jetzt bin ich einfach ratlos. Sollte ich nochmal zum Neurologen? Auch wegen der Verschlechterung der Symptome? Aber ursächlich wird ja nicht therapiert, sondern symptomatisch und trotz Verbesserung der rheumatischen Beschwerden ist die PNP subjektiv erlebt nicht rückläufig, eher das Gegenteil ist der Fall. Ich befürchte nur, dass der Neurologe wieder mit neuen Medis kommt oder Lyrika vorschlägt und ich bin es so leid Medis zu nehmen. Es sind schon so viele, irgendwann muss doch mal schluss sein.

Habt ihr dazu noch Ideen?

Theechen

Cäcilia
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Registriert: Sonntag 29. März 2015, 14:36

Re: Misteltherapie und Wirkung auf PNP

Beitrag von Cäcilia » Sonntag 29. März 2015, 16:16

Hallo liebe PNP Freunde, bin neu in dieser Runde und möchte nur kurz mitteillen das ich seit 2oo8 an PNP leide und schon fast alle Mittel die hier erwähnt wurden ausprobiert habe, und alle erfolglos.Habe auch Rheuma da spritze ich mich wöchendlich mit MTX 10mg und die rheumaschmerzen sind besser aber die PNPschmerzen leider nicht, dafür nehme ich täglich 350mg Lyrika um die schmerzen einigermasen zu lindern aber am schlimmsten sind die Schmerzen in der Nacht.Bin auch am suchen und nachfragen aber leider noch nicht das richtige gefunden. Bin zur Zeit bei einer Ärztin mit Chinesischer-Therapie die am anfang Akkupunktur gemacht hat aber darauf hat es sich verschlechtert jetzt bekomme ich Tropfen die auf meine Probleme zusammengestelt sind, mal sehen ob es was bringt leider ist es nicht billig und die Krankenkasse zahlt nichts dazu. Vielleicht hat jemand eine andere Therapie die mir die Schmerzen in der Nacht erträglicher machen würden. Liebe Grüsse an alle Leidensgenossen und Genossinnen eure Caecilia.

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