Erfahrungen mit Targin?

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Sophie
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Erfahrungen mit Targin?

Beitrag von Sophie » Samstag 12. Dezember 2015, 10:11

Hallo zusammen
seit über 2 Jahren lebe ich mit Polyneuropathie (Small Fiber), mit permanenten, starken Schmerzen, jede einzelne Minute pro Tag. Zuerst bekam ich Lyrica, musste dann wegen Ödemen auf Neurontin umsteigen. Dort kann ich aus demselben Grund aber auch nur 1'200 mg täglich nehmen. Bis jetzt habe ich mich mit Novalgin und Irfen 600 über den Tag gerettet. Aber inzwischen macht mein Magen das nicht mehr mit. Nun bekam ich von der Neurologie (Spital) Targin. Ich habe aber schreckliche Angst, diese zu nehmen. Bei Opiaten macht man sich schon mal schlau, bevor man sie nimmt :( . Nun, ich habe praktisch nur schlechte Erfahrungen darüber gelesen, vor allem beim Absetzen, so richtig mit schweren Entzugserscheinungen, auch bei langsamen Absetzen unter ärztlicher Kontrolle. Das macht mir natürlich riesige Angst. Ich hatte letztes Mal nach Fentanyl-Pflaster gefragt, weil ich die schon mal für eine Weile hatte, gut vertrug und problemlos absetzen konnte. Doch der Professor meinte, das sei fast das Gleiche, und ich würde in dem Fall auch keine Probleme mit Targin haben. Aber das ist ja überhaupt nicht dasselbe Medikament?? Ach ja, er meinte noch, wenn ich sie nur 1x täglich nehmen würde, würde sich der Körper nicht daran gewöhnen :? .
Deshalb meine Frage: gibt es unter euch auch solche, welche gute Erfahrungen mit Targin haben?

Liebe Grüsse, Sophie

gotano1
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Re: Erfahrungen mit Targin?

Beitrag von gotano1 » Samstag 12. Dezember 2015, 10:26

Hallo Sophie, ich kann dir einiges zu Targin sagen. Als ich das erste Mal mit Targin zusammenkam, war das eine Stärke 10mg/5mg. Die Schmerzen wurden deutlich weniger. Absetzen, darüber habe ich mir keine Gedanken gemacht, da ich mittlerweile davon ausgehe, dass das so wie Blutdrucktabletten ewig bestehen bleibt.

Soviel erst einmal dazu. Melde dich wieder wenn du etwas wissen willst.

Bernd

Sophie
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Re: Erfahrungen mit Targin?

Beitrag von Sophie » Dienstag 15. Dezember 2015, 11:17

Hallo Bernd, danke für deine Antwort. Wie hattest du es mit Nebenwirkungen?
Liebe Grüsse, Sophie

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Nine
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Re: Erfahrungen mit Targin?

Beitrag von Nine » Sonntag 20. Dezember 2015, 11:50

Hallo!
Die Angst bzw. Respekt vor Opiaten ist natürlich angebracht aber auch mit vielen Vorurteilen der Gesellschaft verbunden. Opiate bekommt man nur wenn man "wirklich" schwer krank ist ...

Opiate nehme ich jetzt seit fast 15 Jahren. Am Anfang hatte ich Schwierigkeiten das richtige "Opiat" zu finden, aber ich hatte einen guten Schmerztherapeuten der mir die Möglichkeit gab, die unterschiedlichen Darreichungsformen zu probieren. Ich nehme jetzt seit 5-6 Jahren Palexia. Dieses Opiat soll besonders bei neuropathische Schmerzen helfen. Ich bin mit "Palexia" + Lyrika zur Zeit gut eingestellt. Die Nebenwirkungen sind erträglich, bei anderen opiaten die ich früher genommen habe, war ich so ziemlich bedusselt bis schläfrig. Hatte Probleme mit Verstopfung etc.
Ich habe durch Neurontin + Lyrika ca 20 kg zugenommen, was ich leider in Kauf nehmen muss. Mit Einschränkungen kann ich aber auch meine Aktivitäten weiter ausüben, wie Wassergymnastik, Radfahren, das Laufen mit dem Hund . Wenn ich mehr Schmerzen hätte, würde ich mich weniger bewegen, was für uns sehr schlecht ist. Also wird meine Lebensqualtiät dadurch enorm verbessert. Bei mir ist es wirklich die Kombination von Lyrika, Palexia und auch Baclofen.

Wo du gut sehen kannst wie andere mit dem Targin zurecht kommen, ist Erfahrungsberichte+Nebenwirkungen von Targin

Liebe Grüße NinE
***Sich auseinanderzusetzen ist gut, wenn man sich nachher wieder zusammensetzen kann.***
© Ernst Reinhardt (*1932), Dr. phil., Schweizer Publizist und Aphoristiker *** :140: mail@polyneuropathie-forum.de

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