Drachenyoga

Hier könnt ihr Treffen organisieren, Kontakte zu Mitgliedern aus eurer "Nachbarschaft" knüpfen etc.

Moderatoren: Nine, Moderatoren

Antworten
rahimo
Beiträge: 18
Registriert: Sonntag 14. September 2008, 10:19

Drachenyoga

Beitrag von rahimo » Freitag 17. Juni 2011, 16:16

Hallo, Ihr Yoga-Interessierten,
hier kommt ein sehr unüblicher Yoga, der ziemlich aus dem Rahmen fällt. Er ist das natürliche Ergebnis meines reichhaltigen Lebens und Leidens. Das Ergebnis meines langjährigen Suchens und meiner 40-jährigen therapeutischen Arbeit mit hilfesuchenden Menschen. Ich denke, es ist ein s e h r zeitgemäßer Yoga, sehr bodenständig und lebensnah.
Hier erst einmal ein Überblick über das Ganze - zum Reinschnuppern. Wer mehr lesen möchte, kann mir gerne in einer PN seine Mailadresse angeben. Dann kann ich ihr/ihm einzelne gewünschte Kapitel mailen. So wäre mir das am liebsten.
Natürlich freue ich mich auch sehr über Rückmeldungen - auch kritische. Und es wäre schön, wenn wir damit in eine neue Art von Erfahrungsaustausch kommen könnten - so wie in Germerode. Dazu will ich mit diesem Buch gerne etwas beitragen.
LG Rahimo


Titel:
Drachenyoga -
Sich wieder versöhnen mit dem inneren Drachen – der Natur in uns -
Mein psychotherapeutischer Yogaweg

Inhaltsverzeichnis (kurz)
1) Der Drache in uns: Symbol für das Leben –
biografische und geistige Einstimmung
2) Der patriarchale Kampf gegen Schlange und Drachen –
unser gespaltenes Selbst
3) Den Signalen des Drachen folgen:
Impulse und Einstiege zum Weg nach Innen
4) Den Drachen aufspüren und pflegen:
Wege des Hathayoga – zu tieferem Atem- und Körpergefühl
5) Mit dem Drachen spielen und kommunizieren:
Wege eines psychotherapeutischen Yoga – zu tieferem Selbstgefühl
6) Selber mal zum Drachen werden:
Wege der Ekstase – Aufräumen der inneren Bühne
7) Den Drachen stillen und befrieden:
Wege der stillen Meditation – zur gedankenleeren inneren Bühne
8) Drachenpräsenz im Alltagsleben:
Verbindungswege zwischen spiritueller in sozialer Welt


Kurzbeschreibung („Klappentext“)

Unsere christlich-patriarchale Kultur hat jahrhundertelang die Schlange verflucht, den Drachen bekämpft, Natur zerstört. Auch die Natur i n u n s , unser „innerer Drache“, wurde und wird missachtet, weggesperrt und verdrängt.
Aber heute drängt er wieder danach, sich zu befreien. Deutlich fordert er – wie ein „Störfaktor“ – seine Rechte: in Form von Erschöpfung, Krankheit, Leiden und Sehnsüchten. Wir sollen und müssen ihn endlich wahrnehmen und anhören. Denn er will einen über die Jahrhunderte tradierten Gefühlsstau endlich auflösen dürfen.
Eine historische Antwort auf dieses innere Elend ist der gegenwärtige „Psychomarkt“. Er wird überflutet besonders von indischen Heilsangeboten, wie etwa dem Yoga. Angebote, die den inneren Einklang verheißen. Aber bringen sie viel mehr zuwege, als den Drachen in seinem inneren Gefängnis aufzuwecken und dann „ruhig zu stellen“?
Rahimo Täube hat, als therapeutischer Freigeist, verschiedene indische Heilswege begangen und schildert kritisch und selbstkritisch seine persönlichen, auch mystischen Erfahrungen. In vierzigjähriger yogisch-therapeutischer Tätigkeit hat er – in Zusammenarbeit mit seiner Frau – einen eigenwilligen Yoga-Weg entwickelt, einen psychotherapeutischen Drachenyoga. Mit berührenden Fallgeschichten und praktischen Übungen und Ritualen stellt er ihn nun vor. Er zeigt einen Weg mit vielen Stufen:
• den Drachen aufspüren, mit ihm „artgerecht“ umgehen, ihn annehmen,
• mit ihm atmen, spielen und liebevoll auf ihn einwirken,
• einfühlsam mit ihm kommunizieren, seine wirklichen, primären Bedürfnisse und seine Geschichte verstehen lernen,
• ihm Raum geben, seine gestauten Gefühle auszudrücken – auch mal heftig und ekstatisch,
• mit ihm einen natürlichen Rhythmus leben – zwischen T u n und Einfach-S e i n.
Das Fazit des Autors: Nur wenn wir diesem Kreislauf des Lebens folgen, können Schlange und Drache in uns befreit und gezähmt werden – und, wenn die Zeit kommt, „Frieden geben“. Dann erleben wir die Essenz aller Mystik: inneren Frieden, beglückende Gedankenleere und eine aufgeräumte, vom Seelenmüll befreite innere Bühne.
Solch eine „Erleuchtung“ erleichtert die notwendigen nächsten Schritte: Die vielen Facetten unseres Selbst entdecken, verwandeln und in das bewusste Ich integrieren.
Ein sozialer Yoga – In-der-Begegnung-bei-sich-sein – kann uns helfen, auch die Bühne unserer Partnerschaft achtsamer und liebevoller zu gestalten. Der Autor lenkt die indischen Heilswege aus ihrer meditativen Vereinzelung heraus in ein neues heilsames Miteinander.
Auch die Bhagavadgita, d a s indische Weisheitsbuch mit seiner Yogalehre, durchdringt er ganz neu, indem er die sozialen und geschichtlichen Hintergründe mit einbezieht. Mit historischem Blick deutet er auch die mythische Kundalini-Schlange ganz neu: Sie ist das Symbol der lebensbetonten matriarchalen Stämme, die von den herrschenden Kasten unterworfen wurden. Sie wurde traumatisiert und hat sich verschreckt im Beckenboden eingeringelt. Es gilt, diese kollektive Verletzung, die sich ständig wiederholt, neu zu begreifen.
R. Täube hat dieses erzählende Sachbuch spannend und flott geschrieben, stets um Verständlichkeit bemüht. Hier schöpft jemand aus dem tiefen Brunnen eines reichen Lebens: Frisches belebendes Wasser, von dem zu trinken Freude macht. (Der letzte Absatz stammt von einem Lektor)

Viel Freude, Anregung und Bereicherung wünscht
Rahimo

rahimo
Beiträge: 18
Registriert: Sonntag 14. September 2008, 10:19

Re: Drachenyoga

Beitrag von rahimo » Samstag 18. Juni 2011, 09:51

Und hier noch ein kleiner Nachtrag zum Barfußpfad in Germerode. Ein kurzer Auszug aus "Drachenyoga", Kapitel 6:


........Oft wandere ich barfuß auf Wald- und Feldwegen. Drei Schritte einatmen, drei Schritte ausatmen. Oder auch zwei oder vier, je nach Gelände. Mein persönlicher Barfußpfad wird zu einer Art Pilgerpfad, der mich zu fast schon naturreligiösen Erfahrungen führt:
Die Reizung der Fußsohlen, eine Art Reflexzonenmassage, ein dosierter Schmerz, nötigt zum tiefen Durchatmen, regt an zum rhythmischen Tönen, auch zum lustvollen Stöhnen. Der gerade so erträgliche Schmerz belebt und aktiviert mich, wenn ich ihn zulasse und nicht „verbeiße“, mich nicht „zusammenreiße“. Wenn ich ihn annehme, lässt er sich verwandeln in Freude am Körpersein, in Freude am Leben – in Ekstase.
Hier wirkt eine abgeschwächte Form des „Tarantella-Prinzips“: Wenn uns die Tarantel sticht, dann springen wir plötzlich auf und werden fast rasend vor Schmerz, eben „wie von der Tarantel gestochen“. Dann sind wir genügend angestachelt, um Tarantella zu tanzen, diesen italienischen Tanz, der dafür steht, dass sich Schmerz in Freude und Ekstase verwandeln lässt.
Schmerz erinnert uns an unsere Abhängigkeit, an unser Ausgeliefertsein – gegenüber göttlichen und tierischen Mächten, also an unsere Tierähnlichkeit. Schmerz kann den Drachen in uns wecken. Und der lässt uns keine Wahl, er durchbricht die Kontrollschranken, und wir w e r d e n zum Drachen.
Innere Verwandlung ist nicht zum Nulltarif zu haben. Sie kostet einiges: Wenn wir den tierischen Schmerz überwinden und transformieren wollen, dann müssen wir wohl mit der Tierkraft in uns kooperieren, uns auf sie einlassen. Wir müssen den Mut aufbringen, Grenzen zu überschreiten, Kontrolle und Regie loszulassen, und sie anderen Mächten zu übertragen, tierischen und göttlichen. In der Drachenkraft sind beide vereint. Sich dieser tierisch-göttlichen Macht anvertrauen, sich von ihr steuern lassen – das ist wohl Ekstase........

Viel Mut und Freude beim Ausprobieren
wünscht Rahimo

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast