Herz-Kreislaufrisiken senken

Moderatoren: Nine, Moderatoren

Antworten
dempster
Beiträge: 247
Registriert: Donnerstag 23. Oktober 2008, 08:00
Deine Diagnose: Diabetes Typ 2, diabetische PNP

Herz-Kreislaufrisiken senken

Beitrag von dempster » Montag 14. Juni 2010, 12:47

Das
Initiativenbüro „Bauchumfang ist Herzenssache“, Postfach 13 01 20, 50495 Köln schreibt auf Leben Sie lange glücklich und gesund:
Früher war das innere Bauchfett erwünschter Energiespeicher für magere Zeiten. In einer Wohlstandsgesellschaft haben Fettzellen aber in dieser Funktion ausgedient. Ihr Inhalt kann uns sogar gefährlich werden. Denn aus einem Zuviel an innerem Bauchfett, sichtbar an einem erhöhten Bauchumfang, resultieren weitere Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Bluthochdruck, ungünstige Bluttfettwerte und erhöhter Blutzucker. Diese Risikofaktoren werden zusammen kurz die „4B” genannt.


Fettzellen sind kommunikativ

Normal große Fettzellen enthalten nicht nur Fett, sondern sind auch ein Depot für mehr als 50 verschiedene Hormone, Boten- und Entzündungsstoffe sowie andere wichtige Substanzen. Beim normalgewichtigen Menschen erfüllen diese „Adipokine“ wichtige Aufgaben. Die in den Fettzellen vorhandenen Botenstoffe spielen bei Entzündungen eine Rolle und dienen der Kommunikation mit anderen Organen. So beeinflussen die normalgroßen Fettzellen die Funktion des Gehirns, der Leber, der Muskulatur, der Bauchspeicheldrüse und des Immunsystems sowie die Gesundheit der Blutgefäße.


Erhöhtes Risiko durch große Fettzellen

Blähen sich die Fettzellen des Bauchfetts auf und steigt ihre Zahl stark an, wie dies bei Übergewicht der Fall ist, dann gerät das empfindliche Gleichgewicht in Schieflage. Aufgeblähte Fettzellen produzieren Adipokine im Überschuss und geben große Mengen freier Fettsäuren ab, die direkt in die Blutbahn eingespeist werden. Die Wirksamkeit des körpereigenen Insulins wird herabgesetzt. Gleichzeitig wird die Produktion einer anderen Substanz vermindert: Adiponektin. Adinopektin erhöht normalerweise die Insulinempfindlichkeit der Körperzellen, vermindert so das Risiko einer Diabetes Typ-2-Erkrankung und unterdrückt die Bildung arteriosklerotischer Gefäßveränderungen. Das Zuviel an Adipokinen und das Zuwenig an Adiponektin hat für den Organismus Folgen:

Die normale Kommunikation zwischen Fettgewebe und dem restlichen Organismus ist gestört.
Die vielen gebildeten Entzündungsstoffe halten das Immunsystem im Daueralarmzustand.
Die Wirksamkeit des von der Bauchspeicheldrüse produzierten Insulins verschlechtert sich merklich, die Insulinresistenz steigt.
Es bilden sich entzündliche Veränderungen z. B. in den Gefäßen mit der möglichen Spätfolge Arteriosklerose.

Fazit: Beträgt der Bauchumfang bei Männern mehr als 102 cm und bei Frauen mehr als 88 cm, dann ist das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich erhöht. Dieses Risiko lässt sich durch Bewegung und richtiges Essen reduzieren. Dadurch werden die Fettzellen kleiner und ihre Zahl verringert sich. Unterstützend und motivierend ist dabei, regelmäßig den Bauchumfang zu überprüfen. Schon 5 bis 10 % weniger Gewicht und ein entsprechend reduzierter Bauchumfang vermindern das innere Bauchfett um ca. 30 %. Damit lässt sich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes deutlich senken.
:pnp028:
dempster

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste