Barrierefreies Wohnen mit Merkzeichen G

Hier könnt ihr Fragen zum Antrag von Schwerbehindertenausweis über Erwerbsunfähigkeit, Rentenantrag, REHA-Aufenthalt, Ärger mit Krankenkassen und & Co stellen, bzw berichten .

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Muck100
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Barrierefreies Wohnen mit Merkzeichen G

Beitrag von Muck100 » Montag 30. Januar 2012, 14:13

Hallo liebe User

da ich selbst von der ganzen sache betroffen bin möchte ich euch heute mal einwenig helfe, weil viele nicht
wissen was ihnen zu steht und was ihr recht ist. Selbst hab ich eine Polyneuropathie und kann nur ganz schlecht
gehen, da ich schon mehrfach übelst gefallen bin hat mir mein Arzt einen Rollator verpasst so und nun kommen
wir zum eigendlichen.

Schwerbehinderte Menschen mit einen Behindertenausweis und Merkzeichen G haben einen anrecht
auf Barrierefreies Wohnen, es gibt da aber laut meines wissens Voraussetzungen die gegeben sein müssen.
Wenn du einen Rollator / Rollstuhl / sonstige Gehhilfen benötigst um dich in deiner Wohnung zu bewegen hast du anrecht auf
Barrierefreies Wohnen.

Nun fragt ihr euch was meint er mit Barrierefreies Wohnen, das ist leicht zu beantworten hier ein Beispiel du lebst alleine das Amt
oder die ARGE zahlt dir nur die Miete für 45qm wenn du die Voraussetzungen erfüllst Merkzeichen G und eine Gehhilfe brauchst
steht dir eine Wohnung mit 60qm zu und das Amt (ARGE) muß die tatsächlichen Kosten für diese Wohnung voll übernehmen, bei
2 Personen macht das 75qm.

So nun fragt ihr sicher wie komme ich dazu das mir das Amt auch die mehrkosten bezahlt, wenn du z.b. von deinen Arzt einen Rollator
verpasst bekommen hast dann kannst du mit deinen Arzt reden und ihm sagen das du eine Bescheinigung von ihm brauchst fürs Amt
da dir als Behinderter mit Merkzeichen G und Rollator Barrierefreies Wohnen (das hab ich heute auch gemacht) wenn du diese Bescheinigung
von deinen Arzt hast schreibst du einen Brief ans Amt oder gehst selbst hin und beantragst Barrierefreies Wohnen mit der Begründung
das du Schwerbehindert bist und ein anrecht auf mehr Wohnraum hast um dich richtig bewegen zu können.

Ich hab zu der Sache auch mal google befragt und auch ein Az vom Sozialgericht Lüneburg gefunden (S 27 AS 1700/07 ER), dann hab ich
noch einige ander sachen dazu gefunden z.b. das.

Hartz IV: Mietstufe höher bei Schwerbehinderung

Für ALG II-Empfänger mit Schwerbehinderung gilt eine deutlich höhere Mietobergrenze als angemessen. Das entschied das Sozialgericht Lüneburg in einem einstweiligen Anordnungsverfahren gegen den Landkreis Celle (S 27 AS 1700/07 ER).

Celle. Der Schwerbehinderte lebte in einem 3-Personen-Haushalt in einer Gemeinde des Landkreises Celle. Das Sozialgericht beschied, dass "allein aufgrund der Schwerbehinderung des Antragstellers ... eine Erhöhung dergestalt angebracht [ist], dass von einem (fiktiven) 4-Personen-Haushalt auszugehen ist." Das Sozialgericht orientierte sich dabei für die Beurteilung der angemessenen Kosten der Unterkunft erneut an der rechten Spalte der Tabelle zu § 8 Wohngeldgesetz (WoGG), "da für den Landkreis Celle keine verallgemeinerungsfähigen und aussagekräftigen Aussagen über die Lage auf dem Wohnungsmarkt (insbesondere Mietspiegel) vorhanden sind."

Auf dieser Grundlage soll dann also die nächsthöhe re Haushaltsgröße gelten, wenn eine Person schwerbehindert ist. Also: Für eine Person gelten die Kosten für einen Zwei-Personen-Haushalt als angemessen, für einen Zwei-Personen-Haushalt gilt die Mietobergrenze eines Drei-Personen-Haushalts u.s.w. Grundsätzlich heißt es im Beschluss: "Im Rahmen der Ermittlung der Mietobergrenzen erscheint es daher ... gerechtfertigt, bei bestehender Schwerbehinderung eines Haushaltsmitglieds von einem fiktiven weiteren Haushaltsmitglied auszugehen."

Das Sozialgericht sprach sich eindeutig gegen eine vom Landkreis angestrebte Einzelfallbetrachtung aus: "Zwar sind viele verschiedene Möglichkeiten einer Behinderung denkbar, in jedem Fall führt die Behinderung zu einer Beeinträchtigung des täglichen Lebens, die durch einen erhöhten Wohnraumbedarf auszugleichen versucht werden soll." Diese Regelung hat unseres Erachtens auch Gültigkeit für Haushalte von Alleinerziehenden.

Quelle: http://www.tacheles-sozialhilfe.de/foru ... Id=1036296

Und das hier:

Hartz IV: Mietstufe höher für Alleinerziehende

Für ALG II-Empfänger mit Schwerbehinderung gilt eine deutlich höhere Mietobergrenze als angemessen. Das entschied das Sozialgericht Lüneburg in einem einstweiligen Anordnungsverfahren gegen den Landkreis Celle (S 27 AS 1700/07 ER).

Celle. Der Schwerbehinderte lebte in einem 3-Personen-Haushalt in einer Gemeinde des Landkreises Celle. Das Sozialgericht beschied, dass "allein aufgrund der Schwerbehinderung des Antragstellers ... eine Erhöhung dergestalt angebracht [ist], dass von einem (fiktiven) 4-Personen-Haushalt auszugehen ist." Das Sozialgericht orientierte sich dabei für die Beurteilung der angemessenen Kosten der Unterkunft erneut an der rechten Spalte der Tabelle zu § 8 Wohngeldgesetz (WoGG), "da für den Landkreis Celle keine verallgemeinerungsfähigen und aussagekräftigen Aussagen über die Lage auf dem Wohnungsmarkt (insbesondere Mietspiegel) vorhanden sind."

Auf dieser Grundlage soll dann also die nächsthöhe re Haushaltsgröße gelten, wenn eine Person schwerbehindert ist. Also: Für eine Person gelten die Kosten für einen Zwei-Personen-Haushalt als angemessen, für einen Zwei-Personen-Haushalt gilt die Mietobergrenze eines Drei-Personen-Haushalts u.s.w. Grundsätzlich heißt es im Beschluss: "Im Rahmen der Ermittlung der Mietobergrenzen erscheint es daher ... gerechtfertigt, bei bestehender Schwerbehinderung eines Haushaltsmitglieds von einem fiktiven weiteren Haushaltsmitglied auszugehen."

Das Sozialgericht sprach sich eindeutig gegen eine vom Landkreis angestrebte Einzelfallbetrachtung aus: "Zwar sind viele verschiedene Möglichkeiten einer Behinderung denkbar, in jedem Fall führt die Behinderung zu einer Beeinträchtigung des täglichen Lebens, die durch einen erhöhten Wohnraumbedarf auszugleichen versucht werden soll." Diese Regelung hat unseres Erachtens auch Gültigkeit für Haushalte von Alleinerziehenden. (Erwerbslosen INI Celle, 10.02.2008)

Quelle: http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenue ... d79c04.php

Ich werde euch hier über den verlauf Berichten, sollte mir das Amt das ablehnen werde ich die Sache an meinen
Anwalt geben.

gruß Paul
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Hochlandsmiti
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Re: Barrierefreies Wohnen mit Merkzeichen G

Beitrag von Hochlandsmiti » Montag 30. Januar 2012, 18:24

Barrierefreies Wohnen sollte auch für die gelten, die Barrierefreiheit brauchen !!!

Ich bin selbst "betroffen", habe einen GdB von 40 und habe ein Schreiben von meinem behandelnden angesehenen
Orthopäden, dass ich zwar zur Zeit an 2 gehhilen gebunden bin, es aber sehr wahrscheinlich ist, dass ich demnächst auf ein Rollstuhl angewiesen bin.

Auch auf Grund dessen habe ich mir eine Wohnung gesucht, die auf mich zugeschnitten wurde.
ZB:
wurde die Küche um ca. 10 -15 cm erhöht, ein Durchbruch zu ihr gemacht, der 2 m breuit ist.
Die Toilette wurde erhöht, (10 cm) die Dielen rausgenommen, dass ich nicht stolpere,u.v.m.

3 Angebote musste ich dem Wohnungsamt machen, es gab bei uns im Ort KEINE behindertengerechte Wohnung,
nur solche Wohnungen, die ich schon hatte mit 60 qm.
Die im anderen Ort wurde bevorzugt (70qm9, da sie behindertengerechter war.

6 Monate brauchten die glaub ich zur Bearbeitung !!!

In dieser Zeit bin ich ohne Zustimmung vom Amt umgezogen,
da die einzige mir zugeschnittene Wohnung sonst weck wäre.

Es folgte Ablehnung der beantragten Umzugskosten und Ablehnung der zusätzlichen 10 qm .

Meinen Ärger könnt Ihr Euch sicherlich vorstellen, zumal es in dem Ort , wo ich jetzt wohne,
einen Regelung für Diesen gibt, dass sowieso Behinderte ab 40 Gdb einen Anspruch auf 10 qm mehr haben.

Nun bin ich in Widerspruch, möchte meine Umzugskosten und die Bezahlung der mir zustehenden 10 qm.

Mit einem Anwalt natürlich.
Da ich mich mit dieser Sache nicht befassen möchte, laufen alle Schreiben erst über meinenn Anwalt,
habe eine Abtrittserklärung(?) dem Amt zugesand.

Drückt mir bitte die Daumen, dass ich in Würde leben darf.

Auch ich werde hier weiter berichten, da ichglaube, das geht vielen ähnlich oder sie wissen nicht, was ihnen zusteht.

Ganz liebe Grüße,
Eure Liane


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Muck100
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Re: Barrierefreies Wohnen mit Merkzeichen G

Beitrag von Muck100 » Montag 30. Januar 2012, 22:27

Hallo Liane

dann drück ich dir mal die Daumen, aber ich denk das dein Anwalt das schon macht,
denn ich bin mir sehr sicher das es dir zu steht.

Da bin ich mit nur Rollator klar besser dran ich kann in meiner Wohung 80qm bleiben, weil
die Räume und Türen groß genug sind, Wohnzimmer 30qm Schlafzimmer 20qm, Küche 12qm,
Bad 10qm, Diele 8qm.

Bei den 10qm im Bad ist aber die Wanne und Dusche schon abgezogen, heist es ist reine fläche
wo uch mich bewegen kann, und da kann das Amt nix machen aber warte ich mal schön ab.

gruß Paul
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Re: Barrierefreies Wohnen mit Merkzeichen G

Beitrag von Olline » Montag 30. Januar 2012, 22:40

Hallo Ihr beiden,

bin dabei einen Antrag auf Wohngeld - Mietzuschuss zu stellen und stolpre immer über den Absatz 15 wo nach Schwerbehinderung und Pflegebedürftigkeit gefragt wird.
Wenn ich nur Schwerbehindert ankreuze gibt nichts... mit Pflege sind es immerhin 45 Euro.

Schwerbehindert bin ich 90% G u.B
Pflegeantrag habe ich im November gestellt. Am 09.01.2012 war der MDK hier zur Begutachtung. Leider habe ich bis heute noch nichts gehört.( Behörden arbeiten halt langsam.) :twisted:

Meine Frage ist, muss man Schwerbehindert und Pflegebedürftig sein um Wohngeld zu bekommen?

Hoffe das Ihr mir da weiter helfen könnt. :haee:

Liebe Grüße
:bis_bald: Olline
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Re: Barrierefreies Wohnen mit Merkzeichen G

Beitrag von Muck100 » Montag 30. Januar 2012, 23:16

Hallo Olline

gibst aber erstmal paar fragen zu bekommst du Rente ? wenn ja nur Rente oder
auch Grundsicherung ?

Wenn du Rente und Grundsicherung bekommst ist dein Sozialamt zuständig weil
in der Grundsicherung deine Miete mit gerechnet wird.

Zuerst ist zu prüfen, ob man überhaupt berechtigt ist, Wohngeld zu empfangen. Trifft einer der folgenden Punkte zu, so ist man NICHT berechtigt, Wohngeld zu beantragen:

Man ist Empfänger von

(1). Arbeitslosengeld II Sozialgeld
(2). Leistungen zur Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsunfähigkeit
(3). Leistungen der Hilfe zum Lebensunterhalt
(4). ergänzenden Leistungen des Lebensunterhaltes
(5). Grundleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz

Triftt keiner dieser Punkte auf dich zu, bist du berechtigt, Wohngeld zu beantragen!

gruß Paul
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Re: Barrierefreies Wohnen mit Merkzeichen G

Beitrag von Olline » Dienstag 31. Januar 2012, 03:48

Hallo Muck 100,

:danke: für Deine Antwort.
Ich bin verheiratet und mein Mann bekommt Rente. Ansonsten haben wir keine Einkünfte.

Fragestellung in Antrag lautet:

a)schwerbehindert mit einem Grad der Behinderung von ( 90% G u. B )
b) häuslich pflegebedürftig ( Nachweis Pflegegeld,-zulage (Pflegestufe?) oder Merkzeichen „H“ im Schwerbehinderte-Ausweis.

Liebe Grüsse
:bis_bald: Olline
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Re: Barrierefreies Wohnen mit Merkzeichen G

Beitrag von Muck100 » Dienstag 31. Januar 2012, 12:47

ich sag es mal so wenn du Schwerbehindert bist 90% mit Merkzeichen G u.B und noch kein Pflegegeld mußt du
kannst du nich angeben das du z.b. Pflegestufe 2 hast, weil du ja noch garkeine Pflegestufe hast.
Das Pflegegeld darf eh nicht auf die Miete oder sonstige kosten für die Wohnung an gerechnet werden weil das Pflegegeld
ja für deine Pflege da ist und nicht um deine Wohnung zu bezahlen.

Das Pflegegeld bekommt ja eigendlich die Person die dich Pflegt so z.b. dein Mann oder eins deiner Kinder oder ein Sozialerpflegedienst,
das Geld von der Pflegekasse darf so mit nicht als Wohngeld an gerechnet werden mein ich.

Aber lese mal hier bitte
http://www.global-help.de/wohngeld-20040706/157.shtml

Du kannst jeder zeit Wohngeld beantragen ob du es bekommst hängt immer vom jeweiligen Einkommen ab sprich bei dir die
Rente von deinen Mann.

gruß Paul
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