Sozialgericht

Hier könnt ihr Fragen zum Antrag von Schwerbehindertenausweis über Erwerbsunfähigkeit, Rentenantrag, REHA-Aufenthalt, Ärger mit Krankenkassen und & Co stellen, bzw berichten .

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morganee
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Sozialgericht

Beitrag von morganee » Dienstag 4. Dezember 2012, 17:57

Habe seit Über 10 Jahren Polyneuropathie.Versuche seit 2 Jahren Rente zu beantragen.Hatte jetzt vom Sozialgericht eine Untersuchung die für mich schlecht ausgefallen ist,nach Meinung des Gutachters kann ich 8 Std am Tag arbeiten ,mit Einschränkungen. Wer musste auch einen Fragebogen mit 400 Fragen ausfüllen.Was haben Sexual-fragen mit meinen Gesundheitszustand zu tun und ob ich Stimmen höre oder Personen sehe. Vielleicht bilde ich mir die Schmerzen auch nur ein und sehe es nur auf die Rente aus.Meine Stimmung ist zur Zeit auf den Tiefpunkt,Hat noch jemand einen Ratschlag für mich.

Hochlandsmiti
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Re: Sozialgericht

Beitrag von Hochlandsmiti » Dienstag 4. Dezember 2012, 21:23

Ja, schau mal in der Suchfunktion "beim Gutachter" nach.
Mir ist so was ähnliches passiert, mich hat ein Gutachter sogar als typischer Simulant betitelt.
Vielleicht hilft es Dir etwas, glg, Liane
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Re: Sozialgericht

Beitrag von ellanini » Sonntag 9. Dezember 2012, 16:32

Es gibt immer wieder Probleme mit so genannten D-Ärzten..;)

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Thorsten
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Re: Sozialgericht

Beitrag von Thorsten » Dienstag 11. Dezember 2012, 22:34

Schmerzen werden bei Rentenverfahren nicht sonderlich ernst genommen, was zählt sind Funktionseinschränkungen. Also eine PNP, die "nur" Schmerzen verursacht, damit bekommt man m.E. kaum eine Rente. Anders sieht es aus, wenn eine PNP z.B. Lähmungen oder Gangstörungen zur Folge hat, die werden ernst genommen.

Ich habe eine schmerzhafte Polyneuropahie, schwerer Herzklappenfehler, LWS/HWS-Syndrom, Depressionen, Reflux und noch einiges andere -> voll arbeitsfähig !!

Mittlerweile glaube ich, dass man sich eher auf die psychische Schiene konzentrieren sollte, und eher die psychischen Folgen der PNP in den Vordergrund stellen und mit Befunden untermauern sollte (oft Depressionen).

Grüsse
Thorsten
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Re: Sozialgericht

Beitrag von Thorsten » Donnerstag 17. Oktober 2013, 20:14

labella hat geschrieben:Man sollte sich eigentlich immer einen Anwalt nehmen
Ja, das stimmt, zumindest dann, wenn der Fall komplizierter ist. Ich habe den Fehler gemacht und dem Sozialverein "VDK" vertraut, bin schwer enttäuscht worden, sowas von inkompetent.
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Re: Sozialgericht

Beitrag von amaz0ne » Freitag 18. Oktober 2013, 19:50

Man kann immer wieder neu beantragen, auch Überprüfungsanträge stellen.
Eigentlich passen die Sozialrichter auf anwaltlich nicht vertretene Naturalparteien ganz gut auf, aber es ergibt schon Sinn, ein Anwalt kann das einfach besser. Und wozu gibt es Prozeßkostenhilfe?

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Thorsten
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Re: Sozialgericht

Beitrag von Thorsten » Donnerstag 14. November 2013, 09:05

Und wozu gibt es Prozeßkostenhilfe?
das stimmt, Prozesskostenhilfe wird allerdings nur bei hinreichender Erfolgsaussicht gewährt. Bei grenzwertigen Fällen mit geringeren Erfolgsaussichten (die man aber trotzdem nutzen möchte) siehts schlecht aus.
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Re: Sozialgericht

Beitrag von amaz0ne » Donnerstag 14. November 2013, 13:41

In dem Moment, wo das Gericht sich außerstande sieht, aus eigener Sachkunde zu entscheiden, wird es ein gutachten einholen. Wenn es sich dazu veranlaßt sieht, dann wird es auch PKH bewilligen und die Nummer ist durch.
Verweigert das Gericht die PKH wegen mangelnder Erfolgsaussicht, dann hat man doch schon mal eine Ansage zur Rechtsauffassung des Gerichts: es will die Klage abweisen.
Und dann?
Der Beschluß muß begründet werden. Man weiß also schon, auf welchen Zug das Gericht aufgesprungen ist.
Nun besteht erstens die Möglichkeit, dass man einsieht, das Gericht hat recht. Man nimmt die Klage zurück und hat damit die Kosten minimiert.
Zweitens: man denkt, das Gericht ist auf dem Holzweg. Also legt man gegen den ablehnenden PKH BEschluß Beschwerde ein. Diese wird natürlich in der Weise begründet, dass man die rechtlichen und tatsächlichen Bedenken des Gerichts so gut es geht ausräumt.
Gelingt das nicht, so dass das SG nicht abhilft, geht das Beschwerdeverfahren eine Instanz höher, zum LSG, zu der Kammer, die nachher auch über eine Berufung zu entscheiden hätte. Man bekommt also zum Nulltarif auch noch die Meinung der nächsten Instanz frei Haus. Das LSG kann dann abhelfen, und sogar dem SG noch in Stammbuch schreiben, was alles noch zu geschehen hat.
Dann geht es in der ersten Instanz weite, aber das SG ist an die Vorgaben des LSG gebunden. Das ist keine schlechte Ausgangsbasis.

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Re: Sozialgericht

Beitrag von casi50 » Freitag 15. November 2013, 23:13

hallo..

Ich hatte im Rentenverfahren keine Probleme weil die mich begutachtende Ärztin mir auch zugehört hat
und auf meine tatsächlich vorhandenen Probleme ( die grösser waren als die lt.Akte ) eingegangen ist.

Wegen Darmerkrankung mit künstl. Darmausgang in befr.Rente (schon verlängert) , Depressionen und Gangstörung
waren für mich aber viel schlimmer aber formal (noch) nicht Grund für die Rente,
Wahrscheinlich hatte ich vor 9 Monaten schon eine beginnende PNP und abolute Spinalkanalstenose.

Ich bin dann bei der Untersuchnung geschwankt , lt.Akte konnte ich kein Alkoholiker sein , noch ein paar Tests
und es war klar ...das nichts klar klar war -ergo die Diagnose fehlte..

Nun habe ich die Diagnosen PNP ist aktuell , die anderen hoffentlich vergangenheit und wenn ich die PNP in Griff
bekomme kann ich ab 2015 wieder voll arbeiten.

Zum Sozialgericht musste ich wegen der Rente also nicht, aber wegen des Schwerbehindertenausweises
1 Jahr wurden Befunde hin und hergeschickt , Versorgungsamt lässt Ileostoma "verschwinden" , ich nichts wie
hin zum Richter persönlich Ileostoma zeigen..ein Bild für die Götter. :twisted:
Hauptverhandlung wird kurzfristig angesetzt. O-Ton Richter : Die knicken ein , die Verhandlung wird m.E. nicht
stattfinden...so wars dann auch..

Viele Grüsse Carsten

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